MEHR BESUCHER IM THÜRINGER MUSEUM EISENACH

Bilder sind in einer Ausstellung zu sehen.

In der Ausstellung „Gegenlicht“ im Stadtschloss sprechen Bilder miteinander und mit dem Betrachter.

Das Thüringer Museum Eisenach blickt auf eine erfolgreiche Bilanz zurück. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher hat sich leicht erhöht. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 sind 8229 Gäste begrüßt worden. Ein Jahr zuvor waren es 7164. Damit wurde das „Vor-Corona-Niveau“ erreicht bzw. übertroffen.

 

Mehrere Sonderausstellungen

Zum Erfolg haben die Sonderschauen beigetragen. Das Vorjahr war mit der Ausstellung „Herrscherwille und Bürgergeist – 125 Jahre Thüringer Museum“ im Stadtschloss gestartet. Es folgte eine Exposition zum immateriellen Kulturerbe des Sommergewinns, zu der Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt begrüßt worden ist. 

 

Noch bis 3. Mai 2026 treten Thüringer Künstlerinnen und Künstler in einen schöpferischen Diskurs mit den „alten Meistern“ der Curt-Elschner-Galerie. Anlass ist das 125-jährige Jubiläum der Galerie. Die Ausstellung „Geschenkt!“ mit Schenkungen aus den letzten drei Jahren ans Museum ergänzt aktuell das Angebot im Stadtschloss.

 

In der Predigerkirche kann bis voraussichtlich Mitte Februar die Sonderschau „Elisabeth – Die Heilige, die unter uns lebt“ besucht werden. Sie ist in Eisenachs ungarischer Partnerstadt Sárospatak erarbeitet worden. (Hinweis: Die Predigerkirche ist allerdings aufgrund von Problemen mit der Heizung bis auf Weiteres geschlossen). In der ersten Jahreshälfte 2025 konnten sich Besucherinnen und Besucher auf die Spurensuche von Elisabeth in historischen Fotografien der Wartburg begeben. Mit der Ausstellung „Sieben – Malerei von René Büchner“ profilierte sich die Predigerkirche weiter als Ort für moderne Kunst.

 

Große Palette an Veranstaltungen

Verschiedene Veranstaltungen haben ebenfalls Gäste ins Thüringer Museum gelockt. Die Palette reichte von Sonderführungen am Weltgästeführer- und Museumstag über Lesungen und Konzerte bis zu Gesprächsrunden und Vorträgen. Buchungen externer Veranstalter für den Rokokosaal im Nordflügel des Stadtschlosses zeigen das Potenzial des repräsentativen Ambientes. So veranstaltete dort der Handball-Erstligist ThSV Eisenach seine Auftakt-Pressekonferenz für die Saison 2025/2026, und nutze die Thüringer Polizei die Räumlichkeit für ihre Beförderungsveranstaltung.

 

In den Sommermonaten kann im Rokokosaal geheiratet werden. Diese Möglichkeit nutzten im letzten Jahr insgesamt fünf Paare. Weitere sechs Paare haben sich im Salon im Südflügel des Stadtschlosses das Ja-Wort gegeben. Eine Schule und ein Bildungsträger veranstalteten im Marstall im Westflügel ihre Zeugnisübergaben.

 

Forschungen im Museum

Im Vorjahr sind wissenschaftliche Projekte begonnen worden. Eines dreht sich um den Umgang mit Kunst- und Kulturstiftungen in der DDR am Beispiel der Curt-Elschner-Galerie. Ein weiteres umfasst eine Machbarkeitsstudie für eine stadtgeschichtliche Ausstellung im Thüringer Museum. Fortgesetzt wird das Forschungsprojekt für die Oesterlein-Sammlung, die nach Bayreuth als zweitgrößte Wagner-Sammlung der Welt gilt. Die Digitalisierung weiterer Bestände des Museums ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe, die in Zusammenarbeit mit der Thüringer Universität und Landesbibliothek umgesetzt wird.

 

Restaurierungen sind fortgesetzt worden

Konservatorische und restauratorische Arbeiten sind dank Förderung durch das Land Thüringen an den mittelalterlichen Schnitzplastiken in der Predigerkirche erfolgt. Der Förderkreis zur Erhaltung Eisenachs finanzierte die Restaurierung des Gemäldes „Rinder“ von Heinrich von Zügel aus der Sammlung des Hoteliers Curt Elschner und die Restaurierung der Kunstschmiedearbeit „Das menschliche Leben in Tiergestalt“ von Professor Günter Laufer. Letzteres ist seither in der Dauerausstellung im Thüringer Museum zu sehen. Die Wartburg-Stiftung als Eigentümer hat das besondere Exponat an die Stadt Eisenach verliehen.

 

Schenkungen: von Puppenstube bis Erstausgabe

Weitere Schenkungen bereicherten im letzten Jahr den Museumsbestand. Dazu gehören eine Puppenstube aus den 1940er Jahren, fünf Bände einer Erstausgabe von Fritz Reuter und ein Gemälde der 2025 verstorbenen Eisenacher Künstlerin Lydia Schindler. Auch umfangreiche Zeugnisse der Elisabeth-Verehrung im 19./20. Jahrhundert sind dem Thüringer Museum aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt worden.

 

Aktuell wurde ein wertvoller Bildnachlass des Eisenacher Künstlers Erich Windbichler übernommen. „Außerdem bemühen wir uns um den Erhalt des künstlerischen Erbes von Günter Laufer“, macht Museumsleiter Dr. Reinhold Brunner aufmerksam. Die frühere Werkstatt des weit über die Grenzen von Eisenach und Thüringen bekannten Kunstschmieds am Frauenplan befindet sich in einem nahezu unveränderten Zustand und beherbergt noch zahlreiche Arbeiten.

 

Weitere Informationen gibt es hier.

 

Besucher Thüringer Museum

 

Stand 31.12. 2025

Stadtschloss: 4623

Predigerkirche: 2479

Reuter-Wagner-Villa: 1127

Gesamt: 8229

 

Stand 31.12. 2024

Stadtschloss: 4485

Predigerkirche: 1757

Reuter-Wagner-Villa: 922

Gesamt: 7164