MEHRGENERATIONEN-SPIELPLATZ MIT ZAHLREICHEN KINDERN EINGEWEIHT

Zwei Kinder, eine Frau und drei Männer stehen auf einem Spielplatz. Sie schneiden ein blaues Band durch.

Banddurchschnitt (v.l.): Frank Wachsmuth (stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirates), Oberbürgermeister Christoph Ihling, eine Schülerin der Mosewaldschule sowie ein Schüler der Wartburgschule, Michael Gömöry (Bauleiter Infra-Pro GmbH) und die Ehrenamtliche Beigeordnete für Senioren Heike Apel-Spengler

Ein Elefant aus Beton. Der Rüssel ist eine Rutsche. Ein Junge sitzt oben.

Michel Cott saust als Erster die denkmalgeschützte Elefantenrutsche herunter.

Drei Erwachsene in blauen T-Shirts helfen Kindern, die im Rollstuhl sitzen, einen Parcours zu fahren.

Auf dem Rollstuhl-Parcours probierten gesunde Kinder aus, wie es sich anfühlt, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein.

Zwei Frauen in roten Schürzen und ein Mann stehen an einem Grill mit Bratwürsten.

Das Team der Wartburgschule hat den heißesten Job des Nachmittags.

Ein Spielplatz mit einem hohen Turm mit Rutsche, viele Menschen und im Hintergrund Bäume.

Viele Familien kamen zum Fest.

Um einen Spielplatz reicher ist ab sofort die Wartburgstadt Eisenach, und zwar nicht nur für Kinder. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus allen Altersgruppen nutzten das gebotene Programm, zeigten sich begeistert von den barrierefreien Angeboten und feierten gemeinsam den Auftakt eines einzigartigen Quartier‑Treffpunkts. Der Spielplatz ist – so das Ansinnen des Festes – ein Geschenk zum Internationalen Kindertag, der am 1. Juni gefeiert wird. 

 

„Dieser Platz ist mehr als nur ein Spielplatz: Er ist ein Baustein unserer Stadtentwicklung, die Begegnung und Zusammenhalt fördert. Das Ergebnis überzeugt mich persönlich sehr. Mir war es außerdem wichtig, dass die historische Elefantenrutsche ihren Platz gefunden hat und weiter zum Rutschen genutzt werden kann“, sagte Oberbürgermeister Christoph Ihling zur Einweihung. Der Chor der Mosewaldschule sang „We are the World“ von Michael Jackson.

 

Festliche Stimmung und vielseitiges Programm

Ab 14 Uhr strömten Familien, Kindergärten und Grundschulen aus dem Stadtgebiet, Seniorinnen und Senioren zum Ort des Geschehens – dem rund 5000 Quadratmeter großen Gelände in der Wilhelm‑Pieck‑Straße gegenüber der Wartburgschule. Das Fest bot ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm:

 

  • Bewegungs‑Parcours der Sportjugend und Rollstuhl‑Parcours des Vereins „Aktiv im Leben mit Behinderung“ 

  • Selbstverteidigungskurse für Seniorinnen und Senioren, geleitet von Frank Albrecht (Sportbund Eisenach) 

  • Kinderschminken sowie das Glücksrad des Sozialverbands VdK

  • Informations‑ und Mitmach‑Stände des Vereins der Freunde des Naturparks Eichsfeld‑Hainich‑Werratal sowie des Nationalparks Hainich

  • Städtische Wohnungsgesellschaft Eisenach (SWG) mit Informationen zum Bauvorhaben direkt am Mehrgenerationen-Spielplatz

     

Für das leibliche Wohl sorgten der Förderverein und Schülerinnen und Schüler der Wartburgschule mit Kuchen, Bratwurst und Getränken. Softeis gab es ebenfalls.

 

Der Spielplatz – ein Treffpunkt für Generationen

Im Mittelpunkt des neuen Platzes steht ein zehn Meter hoher Spielturm mit einer Röhrenrutsche. Weitere Besonderheiten sind:

 

  • Calisthenics‑Anlage – die erste öffentliche Trainingsfläche dieser Art in Eisenach, 

  • Doppelseilbahn, Bodentrampolin, Riesen‑Schaukelnest und kleinere Kletter‑ und Balanciergeräte,

  • rollstuhlgerechte Wege, ein Karussell für Rollstuhlfahrer,

  • denkmalgeschützte Elefantenrutsche (nach umfassender Restaurierung und Installation eines neuen Fallschutzes), 

  • drei seniorengerechte Fitnessgeräte sowie

  • Gemeinschaftsbereiche mit Schach‑ und „Mensch‑ärgere‑dich‑nicht“-Tischen, zahlreichen Sitzgelegenheiten und einem Trinkwasserbrunnen.

 

Der Spielplatz wird bereits von allen Generationen genutzt und hat damit sein Ziel, als gemeinsamer Ort für Begegnung und Bewegung zu fungieren, erreicht.

 

Finanzierung und Projektgeschichte

Der Mehrgenerationen-Spielplatz war bereits im Jahr 2021 gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, Anwohnerinnen und Anwohnern sowie dem Seniorenbeirat entwickelt worden. Auch der damalige Beirat für Integrierte Sozialplanung und Stadtentwicklung war beteiligt. 

 

Die Umsetzung startete im April 2025 und wurde im Rahmen des Bund‑Länder‑Programms „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ sowie des thüringischen Landesprogramms „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ realisiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, wobei eine Förderquote von 80 bis 90 Prozent erreicht werden konnte. 

 

 

Weitere Informationen zum Mehrgenerationen-Spielplatz