FEIERLICHES RICHTFEST AN DER SPORTHALLE DER MOSEWALDSCHULE

Der Richtbaum ist auf dem neuen Dach der Sporthalle gesetzt.

Der Richtbaum ist auf dem neuen Dach der Sporthalle gesetzt. Das Richtfest findet aber wegen des schlechten Wetters in der Mosewaldschule statt.

Blick von oben auf die Baustelle am Nordplatz: links ist das neue Satteldach aus Holzfachwerkbindern zu sehen, rechts wird noch eine Etage aufgestockt.

Blick von oben auf die Baustelle am Nordplatz: links ist das neue Satteldach aus Holzfachwerkbindern zu sehen, rechts wird noch eine Etage aufgestockt.

Kinder der Mosewaldschule begrüßen die Gäste des Richtfestes mit Liedern und Tänzen.

Kinder der Mosewaldschule begrüßen die Gäste des Richtfestes mit Liedern und Tänzen.

Die Tanzgruppe der Mosewaldschule ist aufgetreten.

Die Tanzgruppe der Mosewaldschule ist zum Richtfest aufgetreten.

An der Sporthalle der Mosewaldschule am Nordplatz ist am Donnerstag, 7. Oktober, Richtfest gefeiert worden. Wegen des regnerischen Wetters musste die Feier in die Räumlichkeiten der Mosewaldschule verlegt werden. Kinder aus der Grundschule begrüßten die zahlreichen Gäste mit Liedern und Tänzen.

 

Die in den 1970er Jahren errichtete DDR-Schulsporthalle wird seit März 2025 umfassend saniert und modernisiert. Rund vier Millionen Euro werden in das Vorhaben investiert. Etwa 60 Prozent davon sind Fördermittel aus der Sportstättenförderung.

 

Im Zuge der Sanierung wurde das alte Hallendach abgebrochen. Die Konstruktion ließ keine zusätzlichen Lasten zu und bot weder die Möglichkeit einer fachgerechten Dämmung noch einer Deckenverkleidung. Ein neuer Holzfachwerkbinder überspannt jetzt als Satteldach die Sporthalle.

 

Das Gebäude wird funktional aufgewertet

Der Sozialtrakt, der ursprünglich nur eine Etage im Erdgeschoss hatte, wird um eine Etage aufgestockt. Dieser Aufbau steht auf zusätzlichen Stützen. Ein Teil der Stützen befindet sich außerhalb des Gebäudes und trägt gleichzeitig eine neue Überdachung für den Eingangsbereich mit Rampe, Zugangstreppe und Wartezone. 

 

Durch die Aufstockung entsteht im Obergeschoss eine zusätzliche Fläche von 400 Quadratmetern. Dort werden künftig die Technikräume untergebracht. Außerdem wird ein weiterer Sportraum geschaffen. Auf diese Weise können zwei Schulklassen gleichzeitig Sport treiben. Dieser Raum verfügt über einen eigenen Zugang von außen und kann somit unabhängig von der eigentlichen Sporthalle genutzt werden.

 

Durch die neue Raumaufteilung wird im Erdgeschoss Platz geschaffen, um die Sanitär- und Umkleideräume zu vergrößern. Vorgesehen sind außerdem barrierefreie Toiletten und Duschen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. 

 

Fußbodenheizung und neuer Sportboden

Auch im Inneren wird die Sporthalle umfassend modernisiert. Alle Türen werden erneuert und vergrößert, um Barrierefreiheit zu gewährleisten. Die Bodenplatte musste ausgebaut werden, weil sie nicht mehr tragfähig war. Auch der alte, teerbelastete Fußboden wurde entfernt. Eine neue Bodenplatte ist bereits betoniert. Im Hallen- und Sozialbereich wird noch neuer Estrich eingebracht. In der Sporthalle sorgt künftig eine Fußbodenheizung für Wärme, darüber wird ein neuer elastischer Sportboden verlegt. Prallwände aus Holz dienen zum Schutz. Eine Teleskop-Tribüne ermöglicht zudem eine flexible Nutzung: für den Sportunterricht und schulische Veranstaltungen.

 

Erneuert werden außerdem die Sanitäranlagen, die Elektroinstallation und die Beleuchtung. Auch Fenster und Lichtbänder werden modernisiert.

 

Die Außenfassade wird gedämmt

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der energetischen Sanierung des Gebäudes. Die komplette Außenfassade erhält ein Wärmeverbundsystem aus Mineralwolle und Putz. Ergänzend zur Fußbodenheizung wird eine Wärmepumpe installiert. Auf den Schrägen des Satteldachs ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage vorgesehen. Eine zentrale Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung sorgt künftig für eine effiziente Be- und Entlüftung. Darüber hinaus soll die Südfassade der Sporthalle begrünt werden. 

 

Farblich und optisch wird die Sporthalle an die bereits sanierte Mosewaldschule angepasst, um die Zusammengehörigkeit beider Gebäude zu unterstreichen.

 

Die Sporthalle ist ein Pilotprojekt ebenso wie die Mosewaldschule

„Die Sporthalle ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir als Stadt Eisenach verantwortungsvoll mit der vorhandenen Bausubstanz umgehen“, sagte Oberbürgermeister Christoph Ihling beim Richtfest. Gleichzeitig sieht er in dem Projekt eine weitere Chance, den erfolgreichen Weg der Stadt beim Klimaschutz und bei der nachhaltigen Sanierung sichtbar zu machen. Bereits 2025 wurde dieses Engagement mit dem Gewinn des Bundeswettbewerbs „Klimaaktive Kommune“ in der Kategorie der Mittel- und Kleinstädte ausgezeichnet. 

 

Damals hatte sich Eisenach mit der energetischen Sanierung der Mosewaldschule beworben. Das Preisgeld ermöglichte die Installation einer Photovoltaikanlage auf der ehemaligen DDR-Plattenbauschule. Nun könnte sich diese Erfolgsgeschichte fortsetzen. „Wenn wir erneut einen Preis gewinnen, können wir damit auch die PV-Anlage auf der Sporthalle finanzieren“, so Ihling. Sein besonderer Dank galt den Stadträtinnen und Stadträten, die mit ihren Entscheidungen den Weg für Investitionen in gleich mehrere Eisenacher Sporthallen geebnet haben.

 

Fertigstellung voraussichtlich im Frühjahr 2027

„Es ist eine Investition in Kinder und Jugendliche“, sagte Schulleiter Jens Krumbholz. Er bedankte sich bei den Vertretern des Stadtrats und der Stadtverwaltung sowie bei den beteiligten Bau- und Handwerksfirmen und beim Planungsbüro. Weiter betonte er: „Wir freuen uns schon sehr auf die neue Sporthalle“. 

 

Voraussichtlich im Frühjahr 2027 kann die Einweihung gefeiert werden. Zu den Nutzern gehören sowohl die Schülerinnen und Schüler der Mosewaldschule als auch die benachbarte Medizinische Fachschule als Teil des Berufsschulzentrums. Am Nachmittag und Abend wird Vereins- und Freizeitsport möglich sein.

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