Ein Apfelbaum, der an das Reformationsjubiläum erinnert, wird nun auch in Eisenach gepflanzt. Am Sonntag, 9. August 2026, um 11.30 Uhr wird Oberbürgermeister Christoph Ihling das Bäumchen gemeinsam mit dem Bischof der Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) an der Kriegsgräberstätte in Hötzelsroda einpflanzen. Dieser ist im Rahmen der Initiative „Hoffnung unterwegs“ in der Wartburgstadt zu Gast. Mit seinem Besuch möchte er Zuversicht in unsicheren Zeiten vermitteln und – am Beispiel der Baumpflanzung – ein Hoffnungszeichen für die Zukunft setzen.
Von der Apfelsorte „Martin Luther“ gibt es exakt 95 Bäume – in Anlehnung an die 95 Thesen des bekannten Reformators. Die Sorte wurde eigens für das Reformationsjubiläum gezüchtet. Die Bäume finden sich an verschiedenen Luther-Stätten und nun auch in Eisenach. So ungewöhnlich wie die Äpfel sind auch die Baumschulen, die das Projekt umsetzten. Als Betriebszweig der Hoffnungstaler Werkstätten waren es Menschen, die eine geistige oder psychische Behinderung mitbringen, die gemeinsam mit ihren Fachkräften die Apfelsorte züchteten. Weitere Informationen dazu gibt es hier.
Friedensandacht an Kriegsgräberstätte
Weil der Termin der Baumpflanzung just auf den Gedenktag des Abwurfs der Atombombe auf die japanische Stadt Nagasaki im Jahr 1945 zusammenfällt, wird eine Friedensandacht die Baumpflanzung ergänzen. Diese wird ebenfalls vom methodistischen Bischof sowie Rainer König, Mitglied des Landesvorstands, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Thüringen, gestaltet. Die Andacht ist im Sinne der Ökumene für Mitglieder anderer Glaubensgemeinschaften offen. Auch die Bevölkerung ist eingeladen.
Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) ist eine evangelische Freikirche in Deutschland, die auf eine Erweckungsbewegung im 18. Jahrhundert durch John Wesley in England zurückgeht. Sie gehört zur weltweiten United Methodist Church. Freikirche bedeutet hierbei, dass die Finanzierung nicht über Kirchensteuern, sondern über freiwillige Beiträge der Mitglieder erfolgt. In ganz Deutschland gibt es nach eigenen Angaben über 400 lokale Gemeinden, die von etwa 300 Pastorinnen und Pastoren betreut werden. In Eisenach ist die örtliche Gemeinde in der Goethestraße zu finden.


