DIE FEUERWACHE HAT JETZT EINE MODERNE ATEMSCHUTZWERKSTATT

Zwei Feuerwehrleute erklären dem Oberbürgermeister neu angeschaffte Technik.

Stephan Fischer, Fachgebietsleiter Technik, und sein Stellvertreter Tobias Bettermann erklären Oberbürgermeister Christoph Ihling die Funktionsweise des neuen Trockenschranks.

Drei Feuerwehrleute und der Oberbürgermeister in der modernisierten Atemschutzwerkstatt.

Oberbürgermeister Christoph Ihling hat die modernisierte Atemschutzwerkstatt in der Eisenacher Feuerwache besucht. Der Leiter des Fachdienstes Feuerwehr, Markus Weigelt (2. von links), sowie Stephan Fischer, Leiter des Fachgebiets Technik (rechts) und sein Stellvertreter Tobias Bettermann stellten die Neuerungen vor.

Die neu angeschaffte große Waschmaschine kann auf der einen Seite beladen und auf der anderen Seite entladen werden.

In der großen Waschmaschine wird unter anderem die Einsatzkleidung gereinigt. Die Maschine wird auf der einen Seite im Schwarz-Bereich mit der verschmutzten Ausrüstung bestückt und auf der anderen Seite, im Weiß-Bereich, entladen.

Rollwagen erleichtern jetzt den Transport der Ausrüstung von Station zu Station.

Rollwagen erleichtern jetzt den Transport der Ausrüstung von Station zu Station.

Die Eisenacher Atemschutzwerkstatt – Herzstück einer Feuerwache – ist modernisiert worden und entspricht jetzt dem aktuellen Stand der Technik. Dort wird insbesondere die Atemschutzausrüstung zur Bekämpfung von Bränden gereinigt, gewartet und geprüft. Die Atemschutzwerkstatt ist nicht nur zentraler Bestandteil, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, sondern überlebenswichtig für jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau.

 

Die bisherige Einrichtung stammte aus der Zeit der Inbetriebnahme der Feuerwache von 1994. Sie war zwischenzeitlich technisch erneuert worden, entsprach aber nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie den Vorgaben der Unfallversicherer.

 

Die Bauarbeiten sind umfangreich gewesen

Zu den umfangreichen Bauarbeiten gehörten eine andere räumliche Aufteilung im Keller und eine neue Infrastruktur für Elektro, Wasser, Abwasser und Luftdrucktechnik. Die Ausrüstungsgegenstände durchlaufen jetzt im Kreislaufprinzip die Werkstatt. 

 

Der Schwarz-Bereich für die mit Schadstoffen, Ruß oder Rauchgas verschmutzte Ausrüstung und Bekleidung ist baulich vom sauberen Weiß-Bereich getrennt worden. So werden Kontaminationen vermieden. Das bedeutet, dass keine schädlichen und krebserregenden Stoffe, die bei Bränden entstehen, in die Räume getragen werden, die zum Umkleiden, zum Aufenthalt oder zur Schulung dienen.

 

Besondere Ausstattung zum Waschen, Spülen und Trocknen

Die Atemschutzwerkstatt ist außerdem mit sogenannte Trennwandmaschinen zum Waschen und Spülen ausgestattet worden, um die Arbeitsbereiche strikt voneinander zu trennen. Die Maschinen können im Schwarz-Bereich beladen und nach dem Reinigungsprogramm auf der anderen, sauberen Seite entladen werden. 

 

Ein flexibel einsetzbarer Trockenschrank sorgt für die schnelle Trocknung der Einsatzbekleidung und Atemschutztechnik nach der Reinigung. Weiter saugt eine spezielle Lüftungsanlage die Dämpfe der verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmittel ab und führt Frischluft zu. 

 

Unterschiedliche Transportwagen sorgen dafür, dass die Ausrüstungsgegenstände nicht mehr einzeln getragen, sondern ergonomisch und schonend zu den nächsten Stationen transportiert werden. Dazu gehört als einer der letzten Schritte die Prüfung der Technik wie Pressluftatmer, Schutzmaske und Lungenautomat.

 

„Die neue Atemschutzwerkstatt ist ein wichtiger Meilenstein für den Brand- und Katastrophenschutz in unserer Stadt. Sie stärkt die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehren und sorgt dafür, dass die lebenswichtige Ausrüstung den neuesten Sicherheitsstandards entspricht“, betont Oberbürgermeister Christoph Ihling.

 

Die Gesamtinvestition hat 225.000 Euro betragen. Der Freistaat Thüringen unterstützte auf Grundlage der Brandschutzförderung mit 57.000 Euro.