Das Thüringer Museum lädt am Sonntag, 12. Juli, 15 Uhr, zum nächsten „Stadt. Gespräch. Kunst“ in die Eisenacher Predigerkirche ein. Das Gespräch widmet sich dem Thema „Elisabeth in Eisenach. Möglichkeiten und Chancen“. Dazu wird der Eisenacher Theologe Eberhard Grüneberg mit dem ehemaligen Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs sprechen. Mit Reinhard Krebs konnte ein Gesprächspartner gewonnen werden, der sich in hohem Maß dafür engagiert, das Leben und Wirken der Heiligen Elisabeth verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit zu tragen.
Die ungarische Königstochter, spätere Landgräfin von Thüringen und 1235 heiliggesprochenen Elisabeth verbrachte die längste Zeit ihres kurzen Lebens auf der Wartburg und in Eisenach. Sie hat in unserer Stadt Spuren hinterlassen: Es sind die Spuren der Nächstenliebe, deren Strahlkraft über Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart wirkt. Bis heute engagieren sich karitative Einrichtungen unserer Stadt im Sinne tätiger Nächstenliebe. Das Eisenacher Hospiz trägt zudem den Namen St. Elisabeth.
Elisabeth in Eisenach. Möglichkeiten und Chancen
Bereits im Jahr 2020 unterzeichneten Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Bistum Erfurt) und Landesbischof Friedrich Kramer (EKM) gemeinsam mit der damaligen Oberbürgermeisterin Katja Wolf eine Willenserklärung, mit dem Ziel, Elisabeth auch in Eisenachs Innenstadt stärker sichtbar zu machen. Zentraler Erinnerungsort ist die Predigerkirche, die bereits um 1240 der heiligen Elisabeth und Johannes dem Täufer geweiht wurde. Im Einklang mit der bedeutenden Sammlung sakraler Kunst wird heute in zeitgenössischer Form an die Heilige erinnert. Darüber hinaus soll ein Rosenwunderweg entstehen, dessen Wegstationen historische und legendäre Elisabeth-Orte in Eisenach verbinden.
Mit Elisabeth von Thüringen steht eine der bedeutendsten Frauenpersönlichkeiten des Mittelalters im Blickpunkt. Ihr Wirken und Nachwirken birgt identitätsstiftendes Potenzial für das Miteinander in unserer Stadt und darüber hinaus Synergien für verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Dazu verbindet ihr Lebensweg die Städte Sàrospatak, Marburg und Eisenach miteinander. Elisabeth-Ausstellungen in Regie der Partnerstädte Sàrospatak und Marburg waren bereits in der Predigerkirche zu sehen.
Für die Veranstaltung wird der reguläre Museumseintritt (4 Euro / ermäßigt 2 Euro) erhoben. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bittet das Thüringer Museum um Voranmeldungen unter der Telefonnummer 03691-784678, Mi-So 10-13 und 14-17 Uhr.
Reinhard Krebs, geboren 1959 in Weimar, studierte Agrarwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 2006 bis 2024 war er Landrat des Wartburgkreises. Reinhard Krebs engagiert sich in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, so auch in der katholischen Gemeinde St. Elisabeth, der er angehört.
Eberhard Grüneberg, geboren 1955, studierte evangelische Theologie in Jena und war als Pfarrer in Thüringen tätig. Ab dem Jahr 2000 leitete er das Diakonische Werk Thüringen. Von 2004 -2017 war Eberhard Grüneberg Vorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland.


