FESTKONZERT DER THÜRINGEN PHILHARMONIE IM LANDESTHEATER EISENACH

Die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach hat am Freitag, 2. Oktober, ein Festkonzert im Landestheater Eisenach gegeben. Anlass war die 375-jährigen Orchestertradition in Gotha. Unter dem Motto „Wanderer zwischen den Welten“ präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein Programm, das die musikalische Geschichte des Orchesters mit der Gegenwart verbunden hat. Der Hauptamtliche Beigeordnete der Stadtverwaltung Eisenach, Ingo Wachtmeister, sprach ein Grußwort.

 

„375 Jahre musikalische Tradition – das ist eine Geschichte, die von Wandel erzählt, von Aufbrüchen, Krisen und Neuanfängen“, sagte Wachtmeister. Das Motto des Festkonzerts passe dabei in besonderer Weise zur Geschichte des Orchesters. Die Musik von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Georg Anton Benda spreche auch Jahrhunderte nach ihrer Entstehung noch unmittelbar zu den Menschen und verbinde Vergangenheit und Gegenwart.

 

Musik verbindet Menschen

Auch die Musikerinnen und Musiker selbst seien „Wanderer zwischen den Welten“, so Wachtmeister. „Mit jedem Konzert schlagen sie eine Brücke zwischen dem geschriebenen Notentext und dem lebendigen Klangerlebnis.“ Ebenso werde das Publikum zu „Wanderern zwischen den Welten“, denn Musik habe die besondere Fähigkeit, Grenzen aufzuheben und Menschen miteinander zu verbinden – unabhängig von Generation, Herkunft oder persönlicher Lebensgeschichte.

 

Als „Wanderer zwischen den Welten“ bezeichnete Wachtmeister auch die Thüringen Philharmonie selbst: Sie schlage eine Brücke zwischen Gotha und Eisenach, bewahre das musikalische Erbe und bleibe zugleich offen für Neues. „Lassen Sie uns nicht nur auf eine beeindruckende Vergangenheit zurückblicken, sondern gemeinsam feiern, dass diese musikalische Tradition lebendig ist“, betonte der Hauptamtliche Beigeordnete.

 

Publikum wünschte sich Zugaben

Im Festkonzert beeindruckten Chefdirigent Markus Huber und der Artist in Residence 2026/27, Nils Wanderer, Countertenor und Bariton. Die Solovioline spielte der 1. Konzertmeister Alexej Barchevitch. Im ersten Teil des Abends stand das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach im Mittelpunkt. Nach der Pause erklangen symphonische Werke. Den Abschluss bildete begeisterter Beifall des Publikums, für den sich die Musikerinnen und Musiker mit mehreren Zugaben bedankten.

 

Die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach ist im August 2017 aus der Fusion der Landeskapelle Eisenach mit der Thüringen Philharmonie Gotha entstanden. Sie vereint die tief verwurzelte Musiktradition beider Städte. Entsprechend vielseitig ist das Repertoire, das sich von den Anfängen des Barocks über die Wiener Klassik und Romantik bis zur zeitgenössischen Moderne erstreckt.

 

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