GROSSBRAND VON HEUBALLEN: OBERBÜRGERMEISTER DANKT EINSATZKRÄFTEN

Zu sehen sind Feuerwehrleute und ein Landwirt mit Technik im Löscheinsatz.

Neben zahlreichen Feuerwehren waren auch Landwirte mit Technik im Einsatz.

Die Löscharbeiten dauerten über viele Stunden bis in die Mittagsstunden des 27. September.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die Mittagsstunden des 27. September.

Brennende Strohballen am Rothenhof in der Eisenacher Oststadt haben am vergangenen Wochenende für einen Großeinsatz von Feuerwehren, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk gesorgt. In der Spitze waren 130 Einsatzkräfte vor Ort. Die Löscharbeiten erstreckten sich vom Abend des 26. September bis in die Mittagsstunden des 27. September. Im gesamten Stadtgebiet war eine starke Rauchentwicklung wahrnehmbar. Deshalb hatte die Rettungsleitstelle Westthüringen eine Warnmeldung an die Bevölkerung herausgegeben.

 

Mindestens 1000 Heuballen sind verbrannt

Die Feuerwehr Eisenach war am Sonnabend, 26. September, um 18.40 Uhr mit dem Stichwort „unklare Rauchentwicklung“ alarmiert worden. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass mehrere Hundert Heuballen brennen. Im Einsatzverlauf sowie nach Rücksprache mit dem betroffenen Landwirt musste festgestellt werden, dass mindestens 1000 Heuballen Feuer gefangen hatten. Die Einsatzmaßnahmen dauerten über viele Stunden. Am Sonntag, 27. September, wurde um 12.05 Uhr „Feuer aus“ gemeldet.

 

Nach Einschätzung der Berufsfeuerwehr lief die Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte reibungslos. Besonders die Landwirte unterstützten die Löscharbeiten tatkräftig. Der Einsatz war jedoch auch mit einem erheblichen Ressourcenaufwand verbunden. So wurden zahlreiche Atemschutzgeräte und Betriebsstoffe benötigt und mussten die Einsatzkleidungen aufwendig gereinigt werden. Für die Löschwasserversorgung waren außerdem rund 3000 Meter Schlauchleitung zu verlegen.

 

Zahlreiche Feuerwehren aus der gesamten Region

„Mein Dank gilt allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, die mit großem Engagement und unter schwierigen Bedingungen im Einsatz waren“, betonte Eisenachs Oberbürgermeister Christoph Ihling. Neben der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren Eisenach-Mitte, Neuenhof, Stregda und Stedtfeld waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Wutha, Farnroda, Creuzburg, Mihla, Ruhla, Thal, Vacha, Immelborn, Marksuhl, Krauthausen und Ütteroda am Löschen des Großbrands beteiligt.

 

Dazu kommen die THW-Ortsverbände Eisenach und Erfurt, die den Einsatzort in der Dunkelheit ausleuchteten und mit Räumgerät unterstützten. Das DRK Eisenach war mit einem Rettungswagen und dem Betreuungszug im Einsatz, ebenso der Arbeiter-Samariter-Bund und die Polizei Eisenach. Die Freiwillige Feuerwehr Gumpelstadt kümmerte sich um die Versorgung der Einsatzkräfte. Außerdem haben während des Großbrandes in der Oststadt die Freiwillige Feuerwehr Stockhausen und Madelungen die Stadtbereitschaft übernommen. Das heißt, sie rückten aus, als zeitgleich Hilfeleistungen an anderen Orten benötigt worden sind.

 

Polizei ermittelt zur Brandursache und sucht Zeugen

„Ein solcher Großeinsatz ist nur durch gute Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und das hohe Verantwortungsbewusstsein unserer Feuerwehren und aller Einsatzkräfte zu bewältigen. Dafür gebührt allen Beteiligten mein aufrichtiger Dank und meine große Anerkennung“, so der Oberbürgermeister.

 

Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache. Gesucht werden Zeugen, die am Abend des 26. September möglicherweise etwas Verdächtiges im Bereich der Gothaer Straße und des Rothenhofer Wegs wahrgenommen haben. Sie werden gebeten, sich unter Tel. 03691 261-124 bei der Polizeiinspektion Eisenach zu melden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei zwischen 40.000 und 60.000 Euro.