Aktuell gibt es im Eisenacher Stadtgebiet 60 Baustellen. Eine, die lange geruht hat, rückt nun langsam wieder in den Fokus. Die Eisenacher Marienstraße wird ab dem kommenden Frühjahr zwischen der Barfüßerstraße und der Wartburgallee saniert werden. Bereits im September starten vorbereitende Arbeiten im Bereich der bunten Treppe. Diese verbindet die Marienstraße mit der Beethovenstraße.
Bis Mitte November wird in dem kurzen Stück bis zum Beginn der Treppenanlage Kanal, Strom sowie Trinkwasser verlegt. Anschließend wird die Oberfläche wieder provisorisch verschlossen. Zudem wird eine Stützwand gebaut. Die Treppe selbst ist nicht Teil der Maßnahme und wird zu einem späteren Zeitpunkt ertüchtigt werden.
Sanierung in mehreren Bauabschnitten
Die Sanierung der Marienstraße selbst beginnt Anfang März. Durch die Baustelle für einen Hotelneubau an der Wartburgallee ist der Parkplatz bei der Gedenkstätte „Goldener Löwe“ seit einiger Zeit mit Baugeräten belegt. Deshalb konnten in der Marienstraße zunächst keine Such-Schachtungen für die Leitungsfeststellung getätigt werden, da diese mit einer temporären Vollsperrung verbunden sind und die benachbarte Baustelle somit von einer Versorgung abgeschnitten hätten. Erst im vergangenen April konnten diese durchgeführt werden, woraufhin die Ausführungsplanung überarbeitet und die Ausschreibung vorbereitet wurde.
Die Haupttrasse der Marienstraße wird bis Ende 2028 in mehreren Bauabschnitten saniert, beginnend auf der Höhe des Einkaufsmarktes. Der Parkplatz an der Gedenkstätte „Goldener Löwe“ wird auch hier als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt und erst ganz zum Schluss hergestellt. Dabei stellt sich die Koordinierung mit anderen Baustellen – beispielsweise der Neugestaltung des Platzes am Denkmal zur Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung, der Errichtung einer Rettungstreppe für die Gedenkstätte „Goldener Löwe“ sowie privaten Maßnahmen – immer wieder als Herausforderung dar.
Mehr Aufenthaltsqualität zwischen Innenstadt und Wartburg
Wie schön es künftig in der Marienstraße aussehen wird, lässt sich im Abschnitt zwischen Frauenplan und der Kreuzung Barfüßerstraße bereits jetzt ablesen. Begrünung, Bänke sowie Stellplätze für Fahrräder und Trinkbrunnen schaffen eine Aufenthaltsqualität, die zum Flanieren einlädt. Durch das Anpflanzen neuer Bäume dient die neu geschaffene Vegetation gleichzeitig als Klimaanpassungsmaßnahme. Auch die Straßenbeleuchtung wurde modernisiert.
Nach der Umsetzung des zweiten Bauabschnittes wird die wichtigste Fußwegeverbindung zwischen der Innenstadt und der Wartburg beziehungsweise dem Mariental zukünftig deutlich ruhiger und optisch ansprechender sein. Eine Veränderung der Einbahnstraßenregelung hatte bereits den Effekt, dass die Straße nicht mehr an einem Stück durchfahrbar ist. Dies hatte in der Vergangenheit, als die Marienstraße gern als Alternativstrecke zur Wartburgallee genutzt wurde, zum Teil für erhebliche Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner gesorgt.




