STADT EISENACH UNTERSTÜTZT MEDIZINSTUDIERENDE BEI ARZTPRAKTIKA

Zwei Frauen und zwei Männer sind in einem Behandlungszimmer einer Arztpraxis zu sehen.

Sandra Jansing-Schrön (vordere Reihe links) und Steffen Schrön (hintere Reihe links) engagieren sich in der Ausbildung von Medizinstudierenden. Franziska Betting (vordere Reihe rechts) absolvierte gerade ihr Praktikum in der Hausarztpraxis in Eisenach-Nord und berichtete im Gespräch mit Oberbürgermeister Christoph Ihling von ihren Erfahrungen.

Die Stadt Eisenach beteiligt sich am Projekt „Zusammen aufs Land“. Es ermöglicht Studentinnen und Studenten der Allgemeinmedizin, ihr verpflichtendes Blockpraktikum in kleinen Gruppen und in ländlichen Regionen Thüringens zu absolvieren. Die Stadt hilft bei der Suche nach passenden Unterkünften und übernimmt die Kosten für die Unterbringung.

 

Kürzlich besuchte Oberbürgermeister Christoph Ihling die Lehrarztpraxis der Allgemeinmediziner Sandra Jansing-Schrön und Steffen Schrön in Eisenach-Nord. Dort absolvierte Franziska Betting, Medizinstudentin im vierten Studienjahr an der Universität Jena, gerade ihr zweiwöchiges Praktikum.

 

Für ihre Wahl der Eisenacher Hausarztpraxis spielte die kostenfreie Unterkunft eine wichtige Rolle.  „Das erleichtert die Entscheidung, sich außerhalb von Jena eine Praktikumsstelle zu suchen. Eine Unterkunft selbst zu bezahlen, hätte ich mir nicht leisten können“, sagte die junge Frau. Sie habe in der Hausarztpraxis sehr viel gelernt und sich in Eisenach sehr wohlgefühlt.

 

Oberbürgermeister wirbt für Eisenach

„Wir brauchen Hausärzte“, betonte der Oberbürgermeister. Im Gespräch erkundigte er sich, wie die Stadt angehende Ärztinnen und Ärzte noch besser für Eisenach gewinnen kann. Dabei verwies er auf die Vorteile der Stadt: kurze Wege zur Arbeit und in die Natur sowie ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot. 

 

Franziska Betting lernte Eisenach während ihres Aufenthaltes kennen. Gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen, die zeitgleich ihr Praktikum in weiteren Eisenacher Lehrarztpraxen absolvierten, besichtigte sie einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Viel Zeit blieb allerdings nicht. Nach den Arbeitstagen traf sich die Gruppe häufig, um fachliche Themen zu besprechen. 

 

Für Ärztin Sandra Jansing-Schrön ist die Ausbildung von Studierenden eine Bereicherung. „Als wir uns 2010 niedergelassen haben, war sofort klar, dass wir uns in der studentischen Ausbildung engagieren möchten“, sagte sie. Ihr Mann Steffen Schrön begrüßte die Unterstützung durch die Stadt: „Früher mussten wir uns selbst um die Unterkünfte kümmern. Jetzt werden wir dabei entlastet“.

 

Die Stadt braucht Hausärztinnen und Hausärzte

Die Lehrarztpraxis in Eisenach-Nord betreut jedes Jahr zwei bis vier Medizinstudierende. Die  Hoffnung aller am Programm beteiligten Lehrarztpraxen ist, dass sich einige der jungen Menschen später für eine Tätigkeit als Hausärztin oder Hausarzt in der Region entscheiden. „In Eisenach haben bereits viele Kolleginnen und Kollegen ihre Praxen aus Altersgründen geschlossen, weitere werden in den kommenden Jahren in Ruhestand gehen“, erklärte Steffen Schrön.

 

Für Oberbürgermeister Ihling ist die hausärztliche Versorgung ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge: „Deshalb unterstützen wir, wo wir können.“ Die Stadt Eisenach wird ihre Beteiligung am Projekt „Zusammen aufs Land“ auch künftig fortsetzen.