WASSERSTOFFMOBILITÄT IN EISENACH: FIRMEN PLANEN MILLIONENINVESTITIONEN

Zwei Unternehmen haben beim Bundesministerium für Verkehr Förderanträge für Vorhaben der Wasserstoffmobilität eingereicht.

 

Eine Firma aus dem Bereich der erneuerbaren Energien plant den Bau einer Wasserstofftankstelle für Lkw an einem Standort nahe der Autobahn A4 in Eisenach. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 5,9 Millionen Euro. Der Bund würde die Investition mit einer Förderquote von 49 Prozent unterstützen.

 

Außerdem beabsichtigt ein Logistikdienstleister, zehn wasserstoffbetriebene Lkw anzuschaffen. Dafür sind Ausgaben von 5,5 Millionen Euro vorgesehen. Nach den geltenden Förderrichtlinien des Bundes könnte das Vorhaben mit bis zu 77 Prozent bezuschusst werden.

 

„Es ist für unseren Wirtschaftsstandort wichtig, dass wir uns als Stadt im Bereich nachhaltiger Mobilität und Energie zukunftsfähig aufstellen“, betont Oberbürgermeister Christoph Ihling. Bereits im April wurde das Thema Wasserstoffmobilität im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Eisenacher Stadtverwaltung vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der praxisnahen Demonstration der Technologie. Auf dem Markt präsentierte ein Fahrzeugentwickler aus Sachsen einen wasserstoffbetriebenen Lkw. Zudem war eine mobile Wasserstofftankstelle aufgebaut. So konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Bild von der Technik im praktischen Einsatz machen und direkt mit Fachleuten ins Gespräch kommen.

 

Die Mobilität befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Neben batterieelektrischen Antrieben gewinnt Wasserstoff als alternative Technologie zunehmend an Bedeutung – insbesondere im Schwerlastverkehr und in logistikintensiven Einsatzbereichen.