Thüringer Museum Eisenach

Zum Thüringer Museum Eisenach gehören das Stadtschloss, die Predigerkiche, das Reuter-Wagner-Museum und das Teezimmer im Kartausgarten.

Stadtschloss

Das Thüringer Museum wurde 1899 gegründet. Es befand sich zuerst in der Predigerkirche.

Die kunsthandwerkliche Sammlung zog 1931 ins Schloss am Markt.

Hauptsammelgebiete sind Thüringer Porzellane, Fayence, Gläser, Grafik, Schmiedeeisen, Malerei der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, reiche volkskundliche Bestände sowie Werke

von Vertretern des sogenannten expressiven Realismus.

 

CURT ELSCHNER-GALERIE

Seit Dezember 2021 wird der Öffentlichkeit im sanierten Nordflügel des Eisenacher Stadtschlosses eine repräsentative erste Selektion aus der Gemäldesammlung der Curt Elschner-Stiftung sowie aus museumseigenen Gemäldebeständen präsentiert. Das Thüringer Museum Eisenach beherbergt mit dieser Sammlung einen kunsthistorisch bedeutenden Schatz.

Kunstwerke von Malern aus dem 19. und 20. Jahrhundert im Stil der Düsseldorfer, Münchner und Weimarer Malerschulen, aber auch von Mitgliedern der ersten Münchner Sezession, Lehrerpersönlichkeiten der Kunstakademien und einiger im Ausland tätiger Künstler sind vertreten.

 

Gezeigt wird zudem die Dauerausstellung "Reise durch das Thüringer Rokoko - Porzellane seit 1760". Präsentiert wird ebenfalls die Ausstellung "Friedrich W. Rüttinger: Gesammelte Leidenschaft" - mit Porzellan, Grafiken und Gemälde rund um Eisenach, die Wartburg und Thüringen. Sie gehören zur Sammlung von Friedrich W. Rüttinger, die er der Stadt Eisenach übergab.

 

Im restaurierten Marstall (Zugang vom Markt) und in weiteren, bereits sanierten Räumen des Schlosses sind auch wechselnde Ausstellungen zu sehen.

 

Das Thüringer Museum Eisenach wird bei seinen Ausstellungen, Veranstaltungen und Aktionen vom Förderverein "Freunde des Thüringer Museums Eisenach" e.V. unterstützt.

Eintrittspreise

Erwachsene: 4,00 Euro
ermäßigt (Schüler ab 12, Studenten, Schwerbehinderte, Stadtpassinhaber): 2,00 Euro
Familie mit Stadtpass: 3,00 Euro
Kinder ab 12 J. mit Stadtpass: 0,50 Euro
Gruppe ab 10 Personen: 3,00 Euro
Jahreskarte: 40,00 Euro
Kombikarte für alle drei Häuser: 9,00 Euro
ermäßigt (Schüler ab 12, Studenten, Schwerbehinderte, Stadtpassinhaber): 5 Euro

Thüringer Museum Eisenach
Markt 24
99817 Eisenach
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Mittwoch bis Sonntag und an Thüringer Feiertagen
10-17 Uhr

Predigerkirche

Das Thüringer Museum Eisenach wurde 1899 im ehemaligen Refektorium des Dominikanerklosters des Karl-Friedrich-Gymnasiums gegründet.  Es besitzt den größten Bestand an mittelalterlicher Schnitzkunst in Thüringen, der durch Ankäufe und Leihgaben von Ev.-Luth. Kirchgemeinden stets erweitert werden konnte.


Die Sammlung von Skulpturen und Altarzusammenhängen bietet einen Überblick über die reiche Produktion sakraler Kunstwerke in verschiedenen Regionen des Landes seit dem 12. Jahrhundert.

Die Kunstwerke sind in der Krypta der turmlosen Predigerkirche ausgestellt. Sie war die Kirche der Dominikanermönche, einem 1216 gegründeten Orden, der zu den Prediger- und Bettelorden gehört. Teile der noch erhaltenen Klosteranlage schließen sich vor allem im Süden an.
Die Kirche wurde bald nach der Säkularisierung im 16. Jahrhundert als Kornspeicher, Armenküche u. v. m. genutzt, bis sie 1905 die Sammlungen des Thüringer Museum Eisenach aufnahm.


Seit 1931 wird die Schnitzplastik separat in der Predigerkirche gezeigt, während die Sammlungen zum Thüringer Kunsthandwerk, zur Thüringer Volkskunde sowie Malerei und Grafik im Schloss am Markt ihr Domizil fanden.

 
Die erhaltenen Klostergebäude, in denen sich ab 1544 die Lateinschule befand, werden heute vom Martin-Luther-Gymnasium genutzt.

Sonderausstellung

„LEUCHTEN SOLLST DU. KUNST IM DIALOG“

Eingeleitet wurde das Themenjahr „Leuchten sollst Du. Kunst im Dialog“ in der Predigerkirche mit der gleichnamigen Sonderausstellung der Künstler Christian Manss und Manaf Halbouni, die von 3. April bis 26. Juni zu sehen war. Die farbig leuchtenden Bilder von Christian Manss und die Skulpturen von Manaf Halbouni, darunter auch eine Skulptur mit Bezug zu Elisabeth, berührten die Themen Licht und Raum. Das Miteinander von Bild, Objekt und Raum war Ziel dieser Ausstellung. Denn ohne Dialog und Miteinander bleiben nur Fragmente, wie Manaf Halbounis Werke zeigen oder zerschnittene, beengte und überhöhte Erinnerungen, wie in Christian Manss` Bildwelten.

 

Christian Manss

Manaf-Halbouni

 

Die Ausstellung wurde unterstützt vom Förderverein Freunde des Thüringer Museums Eisenach e.V.

 

„TRANSMISSIONED“

Ein Kunstprojekt von Toni Ehrhardt und Anna Egerter. Es befindet sich im Kabinettraum der Predigerkirche und kann bis zum 10. Juli besucht werden. Die Audioinstallation versucht eine Aktualisierung der Ereignisse vor 500 Jahren und nimmt den Akt des Übersetzens zum Anlass, eine heute gängige Art der Übersetzung – die durch Algorithmen – kritisch zu befragen.

 

KUNST IM FOYER - SICHTWEISEN. ELISABETH

Auch im Jahr 2022 wird die Ausstellungsreihe fortgesetzt. Jeweils im monatlichen Wechsel werden im Foyer Werke mit Bezug zu Elisabeth ausgestellt. Bis zum 17. Juli 2022 sind zwei Werke von Carolin-Müller Wolf aus Eisenach zu sehen. In den farbenfrohen, in Acryl auf Leinwand gemalten Bildern „Elisabeth & a város“, zeigt die Künstlerin ihre ganz persönliche Sichtweise zur 1235 heiliggesprochenen Elisabeth.

 

Vor 800 Jahren – 1221 – heiratete der Thüringer Landgraf Ludwig IV. in der Eisenacher Georgenkirche die ungarische Königstochter Elisabeth. Die Predigerkirche, ein erster bedeutender Rezeptionsort zur 1235 heiliggesprochenen Elisabeth, beherbergt heute eine der bedeutendsten Sammlungen sakraler Skulpturen in Thüringen.

 

„Im Einklang mit der Dauerausstellung „Mittelalterliche Kunst in Thüringen“ soll auch über das Jahr 2021 hinaus in der Predigerkirche an das Wirken der ungarischen Königstochter und späteren Landgräfin von Thüringen erinnert werden. Dauerausstellung, Sonderausstellungen und künstlerische Projekte sollen sich mit dem Elisabeth-Thema zu einem Gesamtkunstwerk fügen“, sagt Kulturdezernent Ingo Wachtmeister.

Eintrittspreise

Erwachsene: 4,00 Euro
ermäßigt (Schüler ab 12, Studenten, Schwerbehinderte, Stadtpassinhaber): 2,00 Euro
Familie mit Stadtpass: 3,00 Euro
Kinder ab 12 J. mit Stadtpass: 0,50 Euro
Gruppe ab 10 Personen: 3,00 Euro
Jahreskarte: 40,00 Euro
Kombikarte für alle drei Häuser: 9,00 Euro
ermäßigt (Schüler ab 12, Studenten, Schwerbehinderte, Stadtpassinhaber): 5 Euro

Predigerkirche

Predigerkirche
99817 Eisenach
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Mittwoch bis Sonntag und an Thüringer Feiertagen
10-13 Uhr und 14-17 Uhr

Reuter-Wagner-Museum

Die Reuter-Villa wurde in den Jahren 1866 bis 1868 auf Wunsch des niederdeutschen Dichters Fritz Reuter von dem Architekten Ludwig Bohnstedt im Stil der Neorenaissance erbaut. Sie soll "das getreue Abbild einer echt römischen Villa" sein.
In der Villa befindet sich heute das Reuter-Wagner-Museum mit der nach Bayreuth umfangreichsten Richard-Wagner-Sammlung. Die erste Wagner-Ausstellung im Haus wurde 1897 eröffnet.  

 

Richard Wagner wurde 1842 durch die Wartburg so inspiriert, daß er sie zum Schauplatz "seines" Tannhäusers machte.

 

Die Reuter-Villa steht am Fuße der Wartburg im Helltal. Sie erreichen von hier aus die Wartburg in ca. 20 Minuten. Vom Markt, mit Stadtschloß, Rathaus und Georgenkirche, gelangen Sie, vorbei an Luther- und Bachhaus, in 15 Minuten zur Reuter-Villa.

Eintrittspreise

Erwachsene: 4,00 Euro
ermäßigt (Schüler ab 12, Studenten, Schwerbehinderte, Stadtpassinhaber): 2,00 Euro
Familie mit Stadtpass: 3,00 Euro
Kinder ab 12 J. mit Stadtpass: 0,50 Euro
Gruppe ab 10 Personen: 3,00 Euro
Jahreskarte: 40,00 Euro
Kombikarte für alle drei Häuser: 9,00 Euro
ermäßigt (Schüler ab 12, Studenten, Schwerbehinderte, Stadtpassinhaber): 5 Euro

Reuter-Wagner-Museum
Reuterweg 2
99817 Eisenach
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Mittwoch bis Sonntag und an Thüringer Feiertagen
14-17 Uhr

Teezimmer im Kartausgarten

Das Teezimmer, ein kleiner ebenerdiger Salon im klassizistischen Gärtnerhaus, liegt inmitten des idyllischen Kartausgarten im Süden der Stadt Eisenach. Kostbare französische Tapetenbilder mit Motiven des Märchens Amor und Psyche schmücken eine Wand. Wann genau der wertvolle Wandschmuck in das 1825 errichtete Gärtnerhaus gelangte, dessen einzig originales Schmuckelement die Stuckrosette der Decke ist, entzieht sich bis heute unserer Kenntnis.

"Amor und Psyche" ist das einzige Märchen, das aus dem griechisch-römischen Altertum überliefert wurde. Es handelt von der unvergleichlich schönen Königstochter Psyche, der sich Amor, Sohn der Venus, in Liebe verbindet. Amor und Psyche heiraten und bekommen eine Tochter namens Freude.

Durch den römischen Dichter, Philosophen und Redner Apuleius (138 - 161) hat dieses Märchen sein eigenes, unverwechselbares Gesicht erhalten. Es stammt aus seinem Hauptwerk "Metamorphosen" und ist das wertvollste und zugleich bleibendste, das überliefert wurde. Nicht zuletzt deshalb, da es seit der Antike immer wieder aufs neue Maler und Bildhauer beschäftigte.

Das Märchen enthält alle Elemente, auf die das Grundmotiv der Romantik zurückgeführt werden kann. Scheinbare Harmonie wird durch unheilvolle Erregung gestört, und es vollzieht sich ein fortgesetztes Schwanken zwischen höchster Erfüllung und tiefster Verzweiflung, bis die erhoffte Lösung durch eine höhere Einsicht erlangt ist. Daher verwundert es nicht, daß dieses Märchen im 19. Jahrhundert Bildhauer und Maler wie Canova, Thorwaldsen, Begas, Kaulbach und den Lieblingsmaler der deutschen Romantik, Moritz von Schwind, in den Bann gezogen hat.

Die Eisenacher klassizistischen Tapeten wurden von den beiden Franzosen Lafitte und Blondel entworfen und sind erstmals 1816 in der Pariser Werkstatt des Joseph Defour handgedruckt worden - und zwar unter Verwendung von etwa 1450 Formen. Bald wurden sie bekannt und beliebt und zur Ausstattung französischer und deutscher Schlösser des öfteren neu gedruckt, zunächst in braun, später in grauen Farbtönen.

Etwa ab 1830 ist die Tapete auf fortlaufende Papierrollen gedruckt worden. In dieser Zeit dürfte auch die Entstehung der 12 großformatigen hiesigen Tapetenbilder liegen.

Ihre erste Restaurierung erfolgte in den 1990er Jahren. In den 1950er Jahren wurden die Tapetenbilder seitens des Thüringer Museums vor dem durch Feuerschäden bedingten Verfall gerettet, indem die bis dahin auf die Wand aufgeklebten Bildtapeten auf Leinwand aufgezogen und auf Keilrahmen gespannt wurden. Ab Sommer 1959 konnten die Eisenacher und ihre Gäste das renovierte Teezimmer mit den wertvollen klassizistischen Tapeten bis zum Jahre 1992 besichtigen.
Nach mehr als drei Jahrzehnten machte sich erneut eine mehrjährige Restaurierung der Tapetenbilder sowie umfassende bauliche, bau- und sicherheitstechnische Arbeiten notwendig. Im September des Jahres 1998 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden und das Teezimmer erwartet seither wieder seine Gäste.

Eintrittspreise

Erwachsene: 1,00 Euro
Ermäßigt:      0,50 Euro

Teezimmer im Kartausgarten
Waisenstraße 2
99817 Eisenach
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Gruppenführungen ab 10 Personen nach vorheriger Anmeldung.
Anmeldungen werden im Reuter-Wagner-Museum entgegengenommen.