SuedLink - die Windstromleitung

Was ist SuedLink?

 

SuedLink ist der Name eines Netzausbauprojektes der beiden Netzbetreiber TenneT und TransnetBW. Es handelt sich dabei um eine geplante Starktromtrasse, deren in der Erde verlegtes Kabel auf einer Länge von rund 700 Kilometern Strom aus Windkraftenergie von Nord- nach Süddeutschland transportieren soll. Es besteht aus zwei Verbindungen zwischen Wilster und dem Raum Grafenrheinfeld sowie Brunsbüttel und Großgartach, die parallel geplant und in das Genehmigungsverfahren eingebracht werden. In Betrieb genommen werden soll SuedLink – so die Planungen – im Jahr 2025.

 

Die Pläne über den künftigen Verlauf der Stromtrasse werden derzeit intensiv in Politik und Öffentlichkeit diskutiert. Die Stadt Eisenach lehnt ebenso wie das „Salzunger Bündnis gegen SuedLink in Westthüringen“ und der Freistaat Thüringen den Verlauf der gegenwärtig vorgesehen SuedLink-Trasse durch Thüringen ab.

 

Der Trassenverlauf ist in einer Vorzugsvariante von TenneT und TransnetBW durch Nord-Westthüringen vorgesehen. Besonders Eisenach und seine Ortsteile wären hiervon stark betroffen – mindestens die Gemarkungen der Ortsteile Hötzelsroda, Neukirchen, Madelungen, Stregda, Stedtfeld und Neuenhof. Gegenwärtig wird der konkrete Verlauf der als Erdkabel geplanten Trasse innerhalb eines 1000 Meter breiten Korridors geprüft.

 

Das Bundesfachplanverfahren, dem ein Planfeststellungsverfahren folgt, steht derzeit noch am Anfang. Für den Bau der Starkstromtrasse wird ein rund 40 Meter breiter Streifen gebraucht. Im laufenden Betrieb verringert sich die Breite dieses Streifens auf 30 Meter. Innerhalb dieses Bereiches dürfen keinerlei Bauten errichtet oder tiefwurzelnde Gewächse gepflanzt werden. Das Erdkabel wird in mindestens einer Tiefe von 1,30 Metern verlegt.

 

Während die baulichen Fakten fest stehen, wird aktuell um den Verlauf der Starkstromtrasse heftig gerungen. Dabei ist das Gebot der Geradlinigkeit der Trasse einzuhalten. Das bedeutet, dass das Erdkabel – soweit möglich – gradlinig vom Start- zum Endpunkt verlaufen soll. Dies ist in der Variante, die Thüringen und damit auch Eisenach durchlaufen soll, nicht der Fall. Im Gegenteil. Eisenach würde von der Trasse komplett umzingelt werden. Geprüft wird daher die Klagemöglichkeit gegen das Vorhaben. Allerdings sind Klagen erst zu einem späten Zeitpunkt möglich, nämlich wenn der Planfeststellungsbeschluss da ist. Das wird erst zirka 2021 der Fall sein.

 

Kartenmaterial und Stellungnahmen

 

Um zu veranschaulichen wo genau SuedLink verlaufen würde, klicken Sie bitte auf diese Karte. Darauf sehen Sie unter anderem den Thüringer Vorschlag für den Stromtrassenverlauf, weitere Alternativen aus der Sicht Thüringens und zum Vergleich die von den Vorhabensträgern favorisierten Trassenverläufe.

 

Eine weitere Karte zeigt die Trassenkorridore gemäß aktueller Planungen und Vorschläge.

 

Damit Sie wissen, wo genau die Stadt Eisenach und ihre Ortsteile von der Stromtrasse betroffen wären, können Sie sich den geplanten Verlauf von SuedLink auf Eisenacher Stadtgebiet inklusive einer schriftlichen Erläuterung im nachfolgenden Dokument ansehen. 

 

Wenn Sie nachlesen möchten, warum sich der Freistaat Thüringen für einen alternativen Trassenverlauf ausspricht, lesen Sie bitte die entsprechenden Stellungnahmen. Sie sind auf der Internetseite des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft eingestellt. Darin finden Sie sämtliche Argumente gegen den bislang geplanten Trassenkorridor und die Begründung für eine Alternative.

SuedLink auf Eisenacher Stadtgebiet

Die nachfolgenden Fotos veranschaulichen, wie die Stadt Eisenach von einem möglichen Trassenverlauf Suedlinks durch Westthüringen betroffen wäre. Der lila schraffierte Bereich stellt den Trassenkorridor da.

Protest gegen die Stromtrasse

Der Protest gegen SuedLink soll nicht mehr nur auf der politischen Ebene stattfinden. Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf mobilisiert daher die Bürgerinnen und Bürger. „Wir müssen unseren Widerstand und Protest bündeln. Unser Ziel ist es, den geplanten Verlauf der Trasse durch Thüringen zu verhindern. Wir senden ein klares Signal, dass wir SuedLink hier nicht haben wollen“, so Katja Wolf. Unterstützung dafür findet sie bei zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die ihren Unmut und ihr Unverständnis zu den SuedLink-Plänen auf Demonstrationen, in Protestschreiben und auf Informationsveranstaltungen zum Ausdruck bringen.

 

Die Gründe für das Ablehnen des geplanten Trassenverlaufes sind vielfältig: Betroffene befürchten unter anderem Umweltschäden und gesundheitliche Risiken, die von der Starktromtrasse ausgehen könnten. Grundstückseigentümer sorgen sich um den Wertverlust ihrer Flächen, andere wollen nicht in direktem Umfeld eines solchen in der Erde verlegten Starkstromkabels leben. Die Entwicklungs- und Lebensqualität in den betroffenen Eisenacher Ortsteilen sehen ebenfalls viele in Gefahr.

Möglichkeiten des Protestes

Wichtig ist es, dass sich die Gegner der SuedLink-Stromtrasse zusammenschließen, um gemeinsam mit der Landes- und Kommunalpolitik etwas ausrichten zu können. Gegner der Trasse müssen nicht abwarten, bis die Vorhabensträger TenneT und TransnetBW zur Beteiligung aufrufen.

 

Schreiben Sie Ihre Einwände direkt an die für die Genehmigungen zuständige Bundesnetzagentur!

Engagieren Sie sich als Gemeinde / Stadt /Landkreis am „Salzunger Bündnis“ gegen die Stromtrasse!

Gehen zu den Demonstrationen gegen SuedLink!

Nutzen Sie die Beteiligungsfristen der Vorhabensträger, um erneut Ihre Einwände mitzuteilen!

Besuchen Sie die Infoveranstaltungen zu SuedLink und bringen Sie dort Ihre Einwände vor!

Unterschreiben Sie auf der im Bürgerbüro ausgelegten Unterschriftenliste!

Sammeln Sie selbst Unterschriften! Die Liste finden Sie hier.

 

 

Kontaktadressen und Ansprechpartner

Bundesnetzagentur

 

Richten Sie Ihr Protestschreiben direkt an den Präsidenten der zuständigen Bundesnetzagentur:

Bundesnetzagentur, Jochen Homann, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn.

 

Mit dem folgenden Musterbrief können Sie Ihre Einwände gegenüber der Bundesnetzagentur deutlich machen. Dazu brauchen Sie lediglich den Musterbrief herunterzuladen, zu unterschreiben und an die oben genannte Anschrift zu senden. 

 

Die Bundesnetzagentur informiert auch telefonisch unter der Nummer 0800 6389 638 über den Netzausbau Strom.

 

Salzunger Bündnis gegen SuedLink in Westthüringen

Das Bündnis ist ein Zusammenschluss der Landkreise Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen, Unstrut-Hainich-Kreis und der Stadt Eisenach mit dem Ziel, eine SuedLink-Trassenführung durch Thüringen zu verhindern.

 

Demonstrationen

Stromtrassengegner organisieren regelmäßig Protestaktionen / Demonstrationen. Über die jeweiligen Termine wird in der örtlichen Tagespresse informiert. Die nächste Demonstration findet am 25. März, um 14 Uhr im Gewerbegebiet „Neue Wiese“ in Fambach (Kreis Schmalkalden-Meiningen) statt. Das Motto lautet: SuedLink nein danke.

 

Eine vollständige Auflistung aller Bürgerinitiativen gegen SuedLink hat der Bundesverband Bürgerinitiativen gegen SuedLink im Internet zusammengestellt.

Wichtige Internetseiten für mehr Informationen

Informationen der Vorhabensträger zu SuedLink:
Dort sind unter anderem Ergebnisse der ersten Beteiligung zu finden oder auch Karten und Pläne rund um die geplante Stromtrasse.

 

Internetseite der Bundesnetzagentur zum Netzausbau

 

Internetseite des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft zu SuedLink:
Auf der Seite sind die Thüringer Stellungnahmen zu SuedLink bereitgestellt, darüber hinaus Karten und Pläne und Presseinformationen.

So erreichen Sie uns

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Markt 22, Zimmer 69a
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