SuedLink - Strom mittels Erdkabel gen Süden

Was ist SuedLink?

SuedLink ist der Name eines europäischen Netzausbauprojektes der beiden Netzbetreiber TenneT und TransnetBW. Es besteht aus zwei Gleichstrom- Verbindungen und wird mittels Erdkabel auf einer Länge von etwa 700 km zwischen Brunsbüttel und Großgartach (Vorhaben 3) sowie Wilster und dem Raum Grafenrheinfeld (Vorhaben 4) parallel geplant.


Begründet wurde die Notwendigkeit der Trasse damit, dass überschüssig produzierter „Windstrom“ aus dem Norden (Schleswig-Holstein) in den windstromerzeugungsarmen Süden (Bayern und Baden-Württemberg) abgeleitet werden soll. Nach neueren Bekenntnissen des Bundeswirtschaftsministers Altmaier ist die Monsterleitung SuedLink jedoch für den europäischen Stromhandel notwendig. Das bedeutet, dass nicht nur Strom aus erneuerbaren Energien durch diese Stromader fließt, sondern auch alle anderen an der europäischen Energiebörse gehandelten Stromarten fossilen und atomaren Ursprungs.


Die Transit-Bundesländer Hessen und Thüringen haben keinerlei Vorteile von der Durchleitung der Stromautobahn durch ihr Territorium, da es weder eine Abfahrt (Abnahmepunkte) noch eine Auffahrt (Einspeisungsstationen) geben wird. Die Nachteile sind jedoch enorm, da gravierende Eingriffe in Natur und Umwelt befürchtet werden. Zudem wird die Landschaft weiter zerschnitten und die Entwicklungschancen der Städte und Gemeinden (wirtschaftlich, touristisch, etc.) nachhaltig beeinträchtigt.


Für den Bau der Starkstromtrasse wird ein rund 40 Meter breiter Streifen gebraucht. Im laufenden Betrieb verringert sich die Breite dieses Streifens auf 30 Meter. Innerhalb dieses Bereiches dürfen keinerlei Bauten errichtet oder tiefwurzelnde Gewächse gepflanzt werden. Gesundheitliche Auswirkungen sind bisher nicht bekannt. Das Erdkabel wird in einer Mindesttiefe von 1,30 Metern verlegt. In Betrieb genommen werden soll SuedLink – so die bisherigen Planungen – im Jahr 2025.

 

 

Was kann man gegen den SuedLink tun?

Es ist wichtig, dass alle - sowohl die Fachbehörden, als auch die Bürger, betroffenen Land- und Forstleute, Naturschutzverbände, Städte, Gemeinden, Kommunen und Politiker ihre Einwände gegen die Planungen schriftlich bei der Bundesnetzagentur einreichen und kundtun. Je mehr Widerstände aufgezeigt werden, desto besser die Chancen für eine Einflussnahme auf die Planungen.


Die Pläne über den künftigen Verlauf der Stromtrasse werden seit Bekanntwerden kontrovers in Politik und Öffentlichkeit diskutiert und um den Verlauf der Starkstromtrasse wird heftig gerungen. Die Stadt Eisenach hat sich mit dem Wartburgkreis, dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen sowie dem Unstrut-Hainich-Kreis im „Salzunger Bündnis gegen SuedLink in Thüringen“ politisch zusammengeschlossen. In einer Bündniserklärung werden die Ziele definiert und der Standpunkt verdeutlicht. Weiterhin wird erklärt, dass das „Salzunger Bündins“ mit dem Verein „Thüringer gegen SuedLink“ kooperiert und bürgerliches Engagement sowie offizielle Protestaktionen gegen die Stromtrasse auch finanziell unterstützt.


Gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen wird der Verlauf der gegenwärtig vorgesehen SuedLink-Trasse durch Thüringen abgelehnt. Insbesondere wird auf das Gebot der Geradlinigkeit der Trasse verwiesen, was durch die vorgelegte Planung nicht eingehalten wird. Geradlinig bedeutet, dass das Erdkabel – soweit möglich – gradlinig vom Start- zum Endpunkt verlaufen soll. Dies ist auch in der aktuellen Variante, die Thüringen durchlaufen soll, nicht der Fall. Daher hat das Land Thüringen bereits bei der Antragskonferenz im Jahre 2017 einen Vorschlag für einen alternativen Trassenkorridor eingereicht, der dieses wichtige Ziel beinhaltet. Der sognannte „Thüringer Vorschlag“ wurde jedoch bereits im letzten Jahr nach einer „Grobprüfung“ wieder angeschichtet, da er nach Aussagen der Bundesnetzagentur nicht geeignet sei, um ihn weiter in der Planung zu untersuchen.


Thüringen hat deshalb eine Klage im Verfahren bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Das Ergebnis bzw. ein Urteil wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine weitere Klagemöglichkeit besteht erst am Ende des Planfeststellungsverfahrens nach dem Planfeststellungsbeschuss. Das wird erst zirka 2021 der Fall sein. Zu spät also für eine Wiederaufnahme des Thüringer Vorschlages.

 

Kontaktadressen und Ansprechpartner

Bundesnetzagentur

 

Richten Sie Ihr Protestschreiben direkt an den Präsidenten der zuständigen Bundesnetzagentur:

Bundesnetzagentur, Jochen Homann, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn.

 

Die Bundesnetzagentur informiert auch telefonisch unter der Nummer 0800 6389 638 über den Netzausbau Strom.


Demonstrationen

Stromtrassengegner organisieren regelmäßig Protestaktionen / Demonstrationen. Über die jeweiligen Termine wird in der örtlichen Tagespresse informiert. Das Motto lautet: SuedLink nein danke.

Eine vollständige Auflistung aller Bürgerinitiativen gegen SuedLink hat der Bundesverband Bürgerinitiativen gegen SuedLink im Internet zusammengestellt.


Öffentliche Einsichtnahme

Die Stadtverwaltung Eisenach bietet im Dezernat III eine „informelle“ Einsichtnahme an. Ein kompletter Plansatz der Unterlagen in Papierform befindet sich in der Stadtverwaltung Eisenach, Markt 22, 2. Etage, im Beratungsraum 67. Zur Einsichtnahme ist vorab telefonisch ein Termin mit Frau Wiegand 03691/670 520 (Mail) oder Frau Kästner 03691/670 524 (Mail) zu vereinbaren.

Wichtige Internetseiten für mehr Informationen

Informationen der Vorhabensträger zu SuedLink:
Dort sind unter anderem Ergebnisse der ersten Beteiligung zu finden oder auch Karten und Pläne rund um die geplante Stromtrasse.

 

Internetseite der Bundesnetzagentur zum Netzausbau

 

Internetseite des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft zu SuedLink:
Auf der Seite sind die Thüringer Stellungnahmen zu SuedLink bereitgestellt, darüber hinaus Karten und Pläne und Presseinformationen.

So erreichen Sie uns

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Stadtverwaltung Eisenach Persönliche Referentin des Bürgermeisters
Steffi Wiegand
Markt 22, Zimmer 69a
99817 Eisenach
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Telefon:
03691 / 670-520



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