KUNST GEGEN MÜLL – EIN PROJEKT GEGEN GLEICHGÜLTIGKEIT

Um das Kunstobjekt auf dem Eisenacher Karlsplatz haben sich versammelt (v. l.) Antje Merzweil, Leiterin des Projektes „Kunst gegen Müll“, Mario Strauß, Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Außendienst, Ronny Hepp vom Fachgebiet Kommunale Umweltangelegenheiten, Antje Gössel von der Initiative „Sauberes Mariental“ und Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Am heutigen Donnerstag, 17. März, wurde auf dem Karlsplatz ein besonderes Kunstobjekt „enthüllt“: Ein altes Auto, dekoriert mit verschiedenen Abfällen. Rote hölzerne Arme ragen daraus hervor – sie werfen symbolisch Müll aus dem Auto. Eine Müll-Flut ergießt sich aus dem Fenster und droht flüchtende Tiere zu überschwemmen. Daneben steht ein Bauzaun, an dem eine Plane prangt: „Gleichgültigkeit – Stoppt den wilden Müll“, ist darauf zu lesen. „Ein tolles Projekt, um allen das Thema Saubere Stadt noch einmal ins Gedächtnis zu rufen“, findet Oberbürgermeisterin Katja Wolf. „Auch zeitlich passt es wunderbar zum Eisenacher Frühjahrsputz, der ja morgen startet“, so die Rathaus-Chefin weiter.

 

„Es ist das erste Mahnmal gegen das zunehmende Vermüllen von Straßenrändern“, sagt Antje Merzweil, Leiterin des Projektes „Kunst gegen Müll“ und Teamleiterin vom „World Cleanup Day Thüringen“. Es trägt den Namen „Gleichgültigkeit“ und soll Verkehrsteilnehmer*innen, Bürger*innen und Gäste der Stadt im besten Fall zum Umdenken anregen. Schüler*innen der Schnitzschule Empfertshausen bei Dermbach haben das Kunstwerk nach ihrer Idee in 110 Unterrichtstunden erschaffen. Sie hofft, dass das Müllkunstwerk auch von Schulklassen und Kindergartengruppen angelaufen wird. Kinder und Jugendliche könnten hier für das Thema Littering (Abfälle im öffentlichen Raum achtlos liegenlassen oder wegwerfen) sensibilisiert werden. Sie könnten sich Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen die zunehmende Vermüllung auf Natur, Tiere und Menschen hat, und dabei ihr eigenes Verhalten reflektieren, vielleicht sogar eigene Müllkunstwerke oder -Collagen herstellen. Der Lernerfolg ist vielfältig.

 

Ein Kunstobjekt an exponierter Stelle

Nach Eisenach kam das Objekt auf Anregung von Antje Gössel von der Initiative „Sauberes Mariental“. Sie hatte die Idee, die Wanderausstellung „Kunst gegen Müll“ nach Eisenach zu holen und hat auch den Kontakt hergestellt.

 

Die Umsetzung und die organisatorische Vorbereitung durch die Stadt Eisenach erfolgten durch den Fachbereich Ordnung, Sicherheit und Gewerbe in Zusammenarbeit mit der Projektleiterin. „Ich finde die Aktion klasse. Hoffentlich regt sie den ein oder anderen zum Nachdenken oder Mitmachen an“, zeigt sich Friedhelm Göpel, Fachdienstleiter für Ordnung, Sicherheit und Gewerbe ebenfalls begeistert.

 

Schon in den vergangen Tagen wurde die Fläche auf dem Karlsplatz für das Kunstwerk beräumt, eine Parkbank und ein Blumenkübel umgesetzt. Erst eine Stunde vor Eröffnung ist das Kunstwerk in Eisenach angekommen und wurde mithilfe von Mitarbeitern der Sozialen Dienstleistungsgesellschaft Wartburgkreis mbH sowie vom Bauhof aufgestellt. Der Transport nach Eisenach war dabei kostenfrei und wurde von der Autoverwertung Schleicher aus Hämbach übernommen, die sich bereit erklärt hatte, das Kunstwerk nach Eisenach zu bringen.

 

Da das Kunstwerk eine Wanderausstellung ist, wird es etwa für drei Monate in Eisenach zu sehen sein, bevor es zum nächsten Ort weiterreist.

 

Hintergrund

Weitere Informationen zu diesem und weiteren Projekten wie den „World Cleanup Day“ gibt es auch auf der folgenden Seite.

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Ulrike Müller

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