FRIEDHOFSKAPELLE

Spendenaufruf zur Sanierung der Friedhofskapelle

Das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie fördert den Erhalt des Kulturdenkmals Friedhofskapelle mit einer Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro. Die Stadt Eisenach zahlt einen Eigenanteil in Höhe von 50.000 Euro. Die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland – die Deutsche Stiftung Denkmalschutz – engagiert sich ebenfalls für den Erhalt und die Sanierung der Friedhofskapelle. Alle eingegangenen Spenden verdoppelt die Stiftung bis ein Betrag in Höhe von 10 000 Euro erreicht ist.

 

Um die bauzeitliche Raummalerei der neoromanischen Friedhofskapelle freilegen zu können, werden weiterhin Spenden benötigt. Alle, denen die Kapelle am Herzen liegt und die die Restaurierungsarbeiten fördern möchten – egal ob Vereine, Firmen oder Privatpersonen –, sind herzlich eingeladen, das Vorhaben mit einer Spende zu unterstützen. Die Spenden werden ausschließlich für die Restaurierung/Sanierung der Kapelle verwendet. 

 

Die Spenden können unter dem Verwendungszweck „Sanierung Friedhofskapelle“ auf das Konto DE63 8405 5050 0000 1731 00 bei der Wartburgsparkasse BIC/SWIFT-Code: HELADEF1WAK überwiesen werden. Das Ausstellen von Spendenquittungen ist natürlich möglich. Spender wenden sich hierzu bitte an die Friedhofsverwaltung (Friedhofstraße 3, Tel. 03691 670-858).

Darüber hinaus besteht für die Spender*innen die Möglichkeit als Alternative zum Verwendungszweck „Sanierung Friedhofskapelle“ auch folgenden Werbecode zu verwenden: PR06760-01. Die zweckgebundenen Spenden via Werbecode werden ebenfalls und ausschließlich für die Sanierung der Friedhofskapelle verwendet.

Hintergrund

Die Kapelle auf dem Eisenacher Friedhof ist 1898 errichtet worden. 1901 ist das Krematorium gebaut worden. Entworfen wurden beide Gebäude von dem Architekten Otto March. In den 50er Jahren ist die Leichenhalle erweitert worden. Seit 1993 steht die Friedhofskapelle unter Denkmalschutz.

 

In der Friedhofskapelle finden – so gewünscht – die Trauerfeiern für Verstorbene statt. Die Kapelle ist mit einer zurückhaltenden Grunddekoration ausgestattet und bietet Platz für zirka 85 Personen zuzüglich Stehplätze. Die individuell mit den Angehörigen abgestimmte Dekoration, wie Bilder, Kerzenständer und Blumenschmuck übernimmt das jeweilige Bestattungsinstitut. Für die musikalische Umrahmung stellt die Friedhofsverwaltung eine Hifi-Anlage zur Verfügung, über welche die von den Angehörigen ausgewählten Musikstücke eingespielt werden. Von der Empore aus kann, je nach Wunsch und Beauftragung der Angehörigen, Live-Musik erklingen. Bei kirchlichen Trauerfeiern wird auch von der Empore aus Orgelmusik gespielt oder der Posaunenchor spielt.

 

Am Lesepult in der Kapelle hängt seit 2014 ein Parament, mit einem angedeuteten Kreuz. Der Pultbehang ist in der Eisenacher Paramentenwerkstatt in Handarbeit entstanden. Paramente sind Textilien, die im Kirchenraum Verwendung finden. Dazu gehören Altar- und Abendmahlstücher, Behänge für Kanzeln und Lesepulte oder Wandbehänge. In der Eisenacher Werkstatt entstehen die Paramente bis heute in Gobelin-Technik. Für die Webarbeiten werden Wolle oder Leinen verwendet. Das Wort Parament wird vom lateinischen "parare" abgeleitet und bedeutet "bereiten" oder "zurüsten".

 

Die Kapelle verfügt über eine Hörschleife. Mithilfe dieser technischen Einrichtung können Audiosignale wie Musik oder Redebeiträge für schwerhörige Personen zugänglich gemacht werden können. Die Tonsignale werden dazu in elektrische Signale umgewandelt und diese über eine im Raum ausgelegte Induktionsschleife ausgesendet. Mit Hörgeräten, die eine spezielle eingebaute Empfangsspule haben, können diese Tonsignale störungsfrei verstärkt empfangen werden.

Sanierung der Kapelle

Weiterführende restauratorische Voruntersuchungen:

Die Friedhofskapelle ist allseitig mit neoromanischen Gestaltungselementen, wie Rundbögen, Würfelkapitellen, Quaderungen, Arkadenbogenfenstern mit Überfangbögen etc. durchgestaltet. Das neogotische Bauwerk entstand im Wirkungskreis der Wartburgerneuerung und verfügt insbesondere im Bereich der Kapelle über umfängliche bauzeitliche Raumausmalungen aus dem Jahre 1898. Die weiterführende restauratorischen Voruntersuchungen sollen klären, welche Raumfassungselemente aus welcher Zeit stammen.

 

Die betreffenden Flächen sind nur mit großem Aufwand freizulegen, da sich über der Farbe aus der Bauzeit insgesamt drei Überfassungen, einschließlich einer Spachtelung, befinden. Diese müssen mittels Lösungsmitteln sorgfältig schichtweise aufgelöst und entfernt werden. Danach erst kann ein bauzeitlicher Befund erstellt werden. Dieser wird gebraucht, um die ursprüngliche Malerei rekonstruieren zu können. Das Herausarbeiten der neoromanischen Gestaltungselemente und Malerein in der Kapelle ist kunst- und kulturhistorisch enorm bedeutend. Sie sollen in ihrer Schönheit und Ursprünglichkeit rekonstruiert werden.

 

Aufgaben und Kosten für die Arbeiten können erst nach Erarbeitung der denkmalschutzrechtlichen Zielstellung benannt und beziffert werden.