Die Friedhofsverwaltung

Friedhofskultur hilft den Hinterbliebenen bei der Bewältigung ihrer Trauer und beim Gedenken an die Toten. Der traditionelle Friedhof bietet Menschen Hilfe und Trost in einer emotionalen Ausnahmesituation. Friedhöfe sind Orte der letzten Ruhe, Orte des Erinnerns, Orte der Stille und des Hinübergleitens in eine andere Welt. Friedhöfe sind aber auch Parkanlagen, Begegnungsstätten und als Zeitzeugen der Geschichte auch Kultur- und Bildungsstätten. Die Friedhofskultur, kurz all das was Menschen auf dem Friedhof tun: trauern und erinnern genauso wie gestalten, pflegen und bewahren ist seit 2020 als immaterielles Kulturerbe deutschlandweit anerkannt.

 

Bestattungskultur ist ein Gradmesser für den Umgang der Menschen mit Tod und Trauer und unterliegt dem stetigen Wandel. Moderne Bestattungskultur ist zugleich Spiegelbild und Nachklang menschlicher Lebensentwürfe. Persönlich gehaltene Rituale oder Grabzeichen sind deutliche Zeichen für das menschliche Bedürfnis nach einem individuellen Abschied nehmen. Den Friedhof zukunftsorientiert zu führen, ihn aber auch als Ort des Gedenkens in seiner traditionellen Form zu erhalten – dies sieht die Friedhofsverwaltung der Stadt Eisenach als Aufgabe und Herausforderung.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung beraten unter anderem Hinterbliebene zu einer Vielzahl von Grabarten und Bestattungsmöglichkeiten, den Ablauf von Trauerfeiern und Beisetzungen und verwalten bestehende Nutzungsrechte und Sterbefälle. So kann jederzeit nachvollzogen werden, welche Person in welchem Grab auf dem Friedhof bestattet wurde, wie lange und auf wen ein Nutzungsrecht läuft und wann die Mindestruhezeit abläuft. Hinterbliebene wenden sich mit Anfragen an die Friedhofsverwaltung.

 

Die Verwaltung ist auch der Ansprechpartner für private Friedhofsgärtner, Steinmetze, Trauerredner und Bestatter und deren Anliegen rund um Bestattung, Trauerfeier und Grabpflege. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im manuellen Bereich kümmern sich um die Pflege des Rahmengrüns und die Pflege der in Zuständigkeit des Friedhofs liegenden Gräber (Urnenrasenwahlgräber, Baumgräber, Urnengemeinschaftsanlagen, Sternenkinderfeld) aber auch um die Kriegs- und Ehrengräber. Sie legen neue Grabfelder oder Gräber an, heben Gräber aus und verfüllen sie nach einer Beisetzung. Der Einsatz als Sarg- und Urnenträger gehört weiter zum Aufgabengebiet. Das Organisieren und Koordinieren dieser vielfältigen Aufgaben leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Friedhofsverwaltung.

Formulare & Anträge

Ob Rückgabe einer Grabstätte, Verlängerung des Nutzungsrechtes, Umschreibung eines Grabes und anderes mehr – alle Anträge, Formulare usw. rund um das Friedhofswesen finden Sie hier…

 

Die Friedhofssatzung, die Gebührensatzung und die Satzung für den Gestaltungsbeirat können hier nachgelesen werden. 

 

Weitere Anträge

Die Eisenacher Friedhöfe

Der Eisenacher Zentralfriedhof am Wartenberg ist 118.119 m² groß.
Die Friedhöfe in den Ortsteilen umfassen eine Gesamtfläche von ca. 21.101 m².

 

Die Friedhöfe dienen vorrangig der Andacht an die Verstorbenen. Auf Grund der umfangreichen Bestandes an Bäumen und Sträuchern sowie der gärtnerischen Gestaltung erfüllen die Friedhöfe gleichzeitig allgemeine Grünflächenfunktionen. Deshalb hat jeder das Recht, die Friedhöfe als Ort der Ruhe und Besinnung auch zur Erholung zu besuchen, solange dabei die Würde des Ortes bewahrt wird.

 

Der Eisenacher Hauptfriedhof

Der neue Eisenacher Hauptfriedhof am Wartenberg wurde am 19. Juni 1868 eingeweiht.Im Jahr 1896 wurde der Friedhof durch Otto Scell nach gartenbau-künstlerischen Gesichtspunkten gestaltet. Der Friedhof am Wartenberg ist ein achsensymmetrischer Waldfriedhof von rationaler Planungsstruktur und geometrischer Wegeführung. Er stellt somit ein Zeugnis deutscher Sepulkralkultur des 19. Jahrhunderts dar. Ein großer Teilbereich des Hauptfriedhofs steht aus diesem Grund und wegen des Anteils wertvoller Grabanlagen und Grabmale unter Denkmalschutz.

 

 

 

Übersichtsplan Hauptfriedhof 

Jüdischer Friedhof/Ehrengräber

Auf dem Eisenacher Hauptfriedhof gibt es einen Jüdischen Friedhof (Foto rechts).

Außerdem entstanden im Laufe der Zeit fünf Grabanlagen zu Ehren der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft. Hier fanden insgesamt 1.829 Kriegstote ihre letzte Ruhe - darunter  auch 321 Bombenopfer und 1.179 Angehörige der Roten Armee.

 

Zahlreiche Ehrengräber erinnern auf dem Eisenacher Hauptfriedhof an das Wirken bekannter Persönlichkeiten für die Wartburgstadt - unter anderen die Grabanlagen für den niederdeutschen Dichter Fritz Reuter (Foto rechts), den Verleger Philipp Kühner oder die Familie von Eichel-Streiber, die der Stadt das Theater stiftete.

 

Die Eisenacher Friedhofsanlage einschließlich der Kapelle und der historischen Grabmale wurde 1993 unter Denkmalschutz gestellt.

Soldatenfriedhof in Hötzelsroda

Im Ortsteil Hötzelsroda wurde im April 1945 ein Soldatenfriedhof für gefallene Soldaten aus dem Raum Thüringen angelegt.

 

Mehr zur Geschichte des Soldatenfriedhofes: Kriegsgräberstätte Hötzelsroda

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