Neukirchen

Der Ortsteil Neukirchen, ursprünglich am Schnittpunkt der Wege von Eisenach nach Mühlhausen und von Gotha nach Creuzburg gelegen, befindet sich fünf Kilometer nördlich der Kernstadt auf einem Plateau zwischen Weltkulturerbe Wartburg und Weltnaturerbe Hainich. Die ersten Menschen siedelten sich dort bereits im 9. Jahrhundert um eine Kirche an. 1299 wird Neukirchen erstmals in einer Urkunde erwähnt.


Ein berühmter Sohn des Ortes ist Heinrich Schwerdt, der im 19. Jahrhundert über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt wurde. Er wollte die Allgemeinbildung der Dorfbewohner verbessern und legte auch die Bibliothek in der St. Ulrichskirche des Ortes an, die bis heute erhalten geblieben ist.


Das ländlich geprägte Neukirchen entwickelte sich ursprünglich als Haufendorf. Das heutige Ortsbild ist unter anderem geprägt durch unregelmäßig angeordnete, kompakt geschlossene Gehöfte, die sich haufenartig um den Ortskern ansiedeln. Abgerundet wird das Erscheinungsbild durch gut erhaltene Fachwerkgebäude. Ende des 19. Jahrhunderts begann nördlich sowie südlich eine Dorferweiterung und nach 1989 vergrößerte sich Neukirchen mit dem neuen Wohngebiet am Schulgartenweg erheblich. 1994 wurde der Ort nach Eisenach eingemeindet. Heute leben 551 Einwohner (Stand 31. Dezember 2018) in Neukirchen.

 

Das Kulturhaus ist nicht nur eine gastronomische Einrichtung, es fungiert auch als kultureller Mittelpunkt und Treffpunkt für Vereine, die Jugend sowie die Bürger und ist somit ein wichtiger Bestandteil des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Außerdem gibt es als weitere Infrastruktureinrichtungen die Freiwillige Feuerwehr und einen Spielplatz sowie Sportplatz im Ort. Neukirchen selbst besitzt keinerlei Nahversorgungseinrichtungen (Schule, Kindergarten, Arztpraxis) mehr. Ende 2015 schloss der ansässige Dorfladen.

 

Neukirchen ist hauptsächlich durch die Landesstraße L 1016 und die Kreisstraße K 508 überörtlich angebunden. Die nächstgelegene Anbindung an das überregionale Schienenverkehrsnetz ist in Eisenach.

 

Ortsteilrat Neukirchen

Der Ortsteilrat von Neukirchen ist am 26. Mai 2019 neu gewählt worden. Ortsteilbürgermeister ist Eckhard Pecher.

Mitglieder des Ortsteilrates: Christian Faude, Pascal Felsberg, Ingo Bätzel, Petra Elisabeth Scholz, Maik Felsberg, Thomas Eichhorn

 

aktuelle Sitzungstermine


Neukirchen – anerkannter Förderschwerpunkt der Dorferneuerung und Dorfentwicklung

 

Im Januar 2016 wurde der Antrag zur Förderung der Erstellung eines Gemeindlichen Entwicklungskonzeptes (GEK) für den Ortsteil Neukirchen beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) in Meiningen gestellt. Nach Bewilligung der Förderung wurde von September 2016 bis Mai 2017 das Gemeindliche Entwicklungskonzept gemeinsam mit dem Planungsbüro IPU GmbH, der Stadtverwaltung und dem eigens gegründeten Dorferneuerungsbeirat erarbeitet.
Am 30.05.2017 hat die Stadtverwaltung das Gemeindliche Entwicklungskonzept (GEK) für den Ortsteil Neukirchen beim ALF Meiningen eingereicht und einen Antrag zur Anerkennung als Förderschwerpunkt gestellt.


Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) und dem ALF erfolgte die Anerkennung von Neukirchen als Förderschwerpunkt am 26. Oktober 2017.


Ab 2018 können somit kommunale (zu 65%) und private (zu 35%) Vorhaben gefördert werden. Eine entsprechende Antragstellung kann jährlich bis zum 15.01. des laufenden Jahres erfolgen.


Hier können Sie sich das GEK für den Ortsteil Neukirchen ansehen. Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Amt für Stadtentwicklung, Abteilung Stadtplanung  gerne zur Verfügung (Tel. 03691/ 670-516).


Weiterhin finden die Bürger von Neukirchen hier das Formular für die Antragstellung zur Förderung privater Maßnahmen sowie eine Liste der notwendigen einzureichenden Unterlagen.
Für die privaten Baumaßnahmen im Förderschwerpunkt Neukirchen steht für die Planung und Abwicklung der Fördervorhaben eine Architektin kostenfrei zur Verfügung. Sie berät hinsichtlich der geplanten Bauvorhaben, gibt Hinweise zu baugestalterischen und fördertechnischen Aspekten und steht von Antragstellung bis zum Verwendungsnachweis unterstützend zur Seite.

 

Kontaktdaten der beratenden Architektin: Frau Colleen Michler, Telefon: 036458/ 30706, Mail.

 

Urkunde zur Anerkennung

Presseartikel des Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft zur Anerkennung

Antragsformular für private Vorhaben

Datenblatt Quantitative Indikatoren

Anlagen zum Antrag für private Vorhaben

Hinweise zu den notwendigen Unterlagen zur privaten Antragstellung

Orientierungshilfe - Gestaltungskriterien Dorferneuerung


Informationen zur Maßnahme „Sanierung Ortsmitte Neukirchen in den 1.-3. Bauabschnitten

Mit Umsetzung der Maßnahme wird die Ortsmitte Neukirchen nicht nur baulich aufgewertet, sondern wieder mit öffentlichem Leben gefüllt. Der Leerstand des ehemaligen Lehrerwohnhauses wird beseitigt und das Raumangebot in der bestehenden Gebäudesubstanz für Funktionen des öffentlichen Lebens, wie bspwbeispielsweise die Kinder- und Jugendarbeit, genutzt.

 

Der Multifunktionsraum im Erdgeschoss soll für die unterschiedlichsten Nutzungen und Nutzergruppen zur Verfügung stehen. So kann dieser Raum als Wahllokal, für Veranstaltungen des Ortsteilrates oder von Vereinen, als Ausstellungsraum der Chronikgruppe, als kultureller Ort der Begegnung oder als Raum für Bastelnachmittage oder kleinere Sportgruppen genutzt werden.

 

Die Sanierung der Gebäude in der Ortsmitte von Neukirchen steht unter dem Aspekt der Multifunktionalität. Die Räumlichkeiten sollen so hergestellt werden, dass Raum für die unterschiedlichsten Nutzungen entsteht. Der multifunktionale Ansatz soll sich nicht nur in der Nutzung der Räumlichkeiten widerspiegeln, sondern auch im vernetzten Miteinander. Der Gedanke der gemeinsamen Nutzung von Räumen soll sich auch in der künftigen Zusammenarbeit der Bürger*innen ausbreiten und zu einem noch besseren Kooperations– und Gemeinschaftssinn zur Stärkung der Identifikation der Bürger*innen mit ihrem Wohnort beitragen. Die Sanierung der Gebäude in der Ortsmitte wird als Chance angesehen, einen Ort der Begegnung zu schaffen und damit das vorhandene Engagement und das Vereinsleben zu fördern und die Nachteile im ländlichen Raum zu mindern. Eine attraktive Ortsmitte mit einem aktiven Vereinsleben kann dazu führen, die soziale und kulturelle Versorgungslücke im ländlichen Raum zu schließen. Dies wird nicht nur die mögliche Abwanderung mindern, sondern steigert die Attraktivität des Ortes bei der Gewinnung von Neubürger*innen.

 

Durch die Wiederherstellung der Verbindung innerhalb der beiden Gebäude können die Haustechnik und die Aufteilung der Räume und Nutzungen effektiv, nachhaltig und ressourcenschonend umgesetzt werden. Durch die umfassende Sanierung der Gebäude (Haustechnik, Dachsanierung, Fenster usw.) wird eine deutliche Energieeinsparung im laufenden Betrieb erreicht.

 

Der Zugang zum Erdgeschoss der beiden Gebäude wird barrierefrei hergestellt. Durch den Einbau einer Rampe im Gebäudeinneren der „Alten Schule“ kann auf eine Außenrampe verzichtet werden. Dadurch wird die Gestaltung der Freianlagen und der Fassade nicht eingeschränkt. Durch die innere Verbindung der beiden Gebäude ist somit insgesamt nur ein barrierefreier Zugang notwendig. Die Einrichtung einer barrierefreien und rollstuhlgerechten Toilette im Erdgeschoss des ehemaligen Lehrerwohnhauses rundet die Erreichbarkeit der öffentlichen Räume und die Möglichkeit zur Teilhabe am öffentlichen Leben im ländlichen Raum ab.

 

Bisherige Umsetzung

Nach Gerüststellung erfolgten im 1. Bauabschnitt die Umsetzung der Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten sowie die Putzarbeiten an der Fassade. Innen wurden Abbrucharbeiten, bauliche Veränderungen u.a. zum Einbau der Rampe wie auch im Fußbodenbereich durchgeführt. Probleme gab es bei der Herstellung der Fenster und Tür, die noch nicht eingebaut wurden. Die Umsetzung des 2. und 3. Bauabschnittes läuft bis zum 30.10.2022.

 

Zu den Kosten

Es liegt ein Zuwendungsbescheid zur Förderung der Dorferneuerung und –entwicklung gemäß Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung und der Revitalisierung von Brachflächen vor. Die geplanten Gesamtkosten für alle drei Bauabschnitte betragen 1.096.220,77 Euro. Davon werden 919.935,45 Euro mit 75 Prozent (689.951,59 Euro) durch das Land Thüringen gefördert. Eigenanteilig übernimmt die Stadt Eisenach 229.983,86 Euro der Kosten.

 

 

Kontakt & Sprechzeiten

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Ortsteilbürgermeister
Eckhard Pecher
Windmühlenweg 6
99817 Eisenach-Neukirchen
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Telefon: 03691 / 61 12 14
oder 0171 / 4 91 07 48
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