Erste Eisenacher Bildungskonferenz erarbeitete Themenvorschläge für ein Eisenacher Bildungsleitbild

80 Teilnehmer der Bildungskonferenz im Campus der Dualen Hochschule
Podiumsdiskussion zu Bildung heute und morgen
Arbeitsforum - Personen diskutieren am Tisch

Mit dem Appell „Gestalten Sie mit uns die kommunale Bildungslandschaft von morgen“ hatte die Stabsstelle Soziale Stadt der Stadtverwaltung Eisenach alle Bildungsakteure und Bildungsbegeisterte aus der Region am 5. September zur ersten Eisenacher Bildungskonferenz in die Duale Hochschule Gera-Eisenach eingeladen. „Es ist wichtig, dass wir uns auf den Weg gemacht haben, um ein Bildungsleitbild für Eisenach zu entwickeln“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf zur Eröffnung der Konferenz. „Denn wenn wir in der Zukunft eine Bildungsstadt sein wollen, die wie ein Leuchtturm strahlt, müssen wir wissen, wo wir 2030 stehen wollen, welche Anknüpfungspunkte wir noch brauchen.“ 


Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister unterstrich: „Das Leitbild stellt einen strategischen Rahmen für Eisenach als Bildungsstadt dar. Es soll Visionen, Werte und langfristige Ziele im Bereich Bildung beschreiben.“ Außerdem betonte er, dass ein Bildungsleitbild den Akteuren Sicherheit und Verlässlichkeit gibt, transparent für alle Bürgerinnen und Bürger sein soll und allen zur Orientierung dient. Nicht zuletzt gehöre ein Bildungsleitbild mit zum Stadtentwicklungskonzept, das Eisenach als „Bildungs- und Innovationszentrum“ betrachtet.

Rund 80 Vertreter aus Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, der Dualen Hochschule, der Volkshochschule, Institutionen wie Arbeitsagentur, Jobcenter, Industrie- und Handelskammer (IHL) und Kreishandwerkerschaft sowie von zahlreichen freien Bildungsträgern waren der Einladung gefolgt. Im Campus der Dualen Hochschule gab zunächst eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Bildung heute – Bildung morgen“ wichtige Impulse für die folgenden Diskussionen in Arbeitsgruppen (Foren). Auf dem Podium kamen beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Stadt, fehlenden Grundschulplätze in den kommenden Jahren, die weiterhin angespannte finanzielle Situation Eisenachs und deren Auswirkungen auf den Kulturbereich, das hohe ehrenamtliche Engagement der Bürgerschaft und auch die Netzwerkarbeit zur Sprache. 

In den Arbeitsforen hieß es anschließend, Themen und Schwerpunkten, die in das Leitbild gehören, zu sammeln. Dabei kristallisierten sich unter anderem Inhalte wie lebenslanges Lernen, bessere Vernetzung, transparente (Bildungs-)Angebote, Chancengerechtigkeit und die bewusste Gestaltung der Übergänge zwischen den Bildungsabschnitten (Kita - Schule, Schule – Berufsausbildung ...) heraus. 


In den kommenden Monaten wird nun ein Redaktionsteam die gesammelten Themenvorschläge bündeln und einen ersten Leitbildentwurf erstellen. Dieser wird im März 2019 im Rahmen einer zweiten Bildungskonferenz vorgestellt und diskutiert.


Die Stadt Eisenach nimmt seit Januar 2017 am Bundesprojekt „Bildung integriert“ teil. Eine Kernaufgabe dabei ist die Erarbeitung eines Bildungsleitbildes. Ziel des auf drei Jahre ausgerichteten Projektes ist es, ein kommunales Bildungsmanagement aufzubauen. Dieses soll kommunale Bildungsangebote abstimmen, die Arbeit der Bildungsakteure in Eisenach koordinieren und so den Zugang zu Bildung für alle Bürgerinnen und Bürger erleichtern. Die Arbeit der zwei Projektmitarbeiterinnen im Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring wird wissenschaftlich durch die Transferagentur Mitteldeutschland begleitet.